Fahrbericht Ferrari California
Der Ferrari für Tiefstapler

Ferrari macht alles neu: neue Dachtechnik, neues Getriebe, neue Bescheidenheit – nur acht statt zwölf Zylinder. Trotzdem erlebt man im 460 PS starken California sein blaues Wunder. Erster Ausritt.
Alle reden von Krise. Wirklich alle? Nein. Ein kleiner Sportwagenhersteller aus Italien bringt allen Finanz-Katastrophen zum Trotz seinen nächsten Supersportler auf den Markt. Und hat die Produktion der nächsten zwei Jahre auch schon verkauft. Die Rede ist vom Ferrari California. Einem offenen Front-Motor-Renner, mit dem die italienischen Traumwagen-Fabrikanten einen berühmten Namen wiederbeleben. Schon 1957 setzte der 250 GT California Spider Zeichen. Doch war der legendäre Open-air-Ferrari, wie der Name es nahelegt, tatsächlich auf amerikanische Kunden zugeschnitten, soll der Neue vor allem in Europa und den neuen Märkten für feuchte Hände und trockene Münder sorgen.
Innerhalb von 14 Sekunden geht im California die Sonne auf

Bild: Ingo Barenschee
Finsteres Grollen aus den Tiefen von acht Zylindern

Bild: Ingo Barenschee
Atemberaubende Fluchtfahrzeug-Qualitäten
Neben der schieren Motorleistung macht sich auch das neue Doppelkupplungs-Getriebe um die atemberaubenden Fluchtfahrzeug-Qualitäten des Ferrari verdient. Blitzschnell und ohne Verschnaufpause werden die sieben Gänge durchgehechelt, lautes Auspuffknallen macht den Gangwechsel zumindest akustisch spürbar. Wer Entspannung sucht, findet sie im unaufgeregten Automatikmodus. Und auch in der zwar sportlich-straffen, aber keineswegs übertrieben harten Federung. Nein, leiden muss man im Ferrari California eigentlich nicht. Es sei denn, man denkt über den Preis von 176.200 Euro nach.
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