Fahrrad-Träger im Test
Einer ist Schrott

Gut und billig – bei Fahrradträgern geht die Formel nicht auf. Die guten Träger haben in unserem Test unterschiedliche Stärken. Da gilt es, vor dem Kauf ein paar Fragen zu klären. Unser Test zeigt: gute Qualität kostet.
Bild: Ronald Sassen
Nicht nur das 118-Teile-Puzzle nervt beim Zusammenbau. Der Ärger über den Unitec Alu Atlas, einem Fahrradträger für die Anhängekupplung, geht buchstäblich bis unter die Haut. Ein rasiermesserscharfer Grat am Blechprofil schneidet bei der Montage tief ins Fleisch. Kein guter Eindruck, den der 125-Euro-Träger in unserem Test hinterlässt. Unsere fünf Tester prüften insgesamt sieben Träger für die Kupplung, vergaben für Bedienungsanleitung, Montage, Abklappmechanismus, Fahrradbefestigung, Verarbeitungsqualität und Sicherheit Punkte. Von einem, für schlecht, bis zehn, für sehr gut. Der Alu Atlas erreicht gerade 36 von 70 möglichen Punkten. Urteil: nicht empfehlenswert. Viel besser schneidet der Testsieger P21 von Uebler ab. Der stabile Träger richtet sich beim Aufsetzen auf die Kupplung von allein aus.

Bild: Ronald Sassen
Hauptnachteile: Die nicht mehr zeitgemäßen Riemen zur Befestigung der Räder auf den Schienen und die kleinteilig gedruckte Gebrauchsanweisung. Da hilft selbst der gute Abklappmechanismus nicht mehr viel. Für den Träger James von Eufab gilt: Wer sich die nervige Montage der mehr als 100 Teile zutraut, erhält für 180 Euro einen ordentlichen Träger. Es stören nur zwei Kleinigkeiten: Die wackeligen Klemmen zur Fahrradbefestigung und die fehlende Angabe zur Anpresskraft auf die Kupplungskugel.
Tipp von Bernd Volkens
Die guten Träger haben in unserem Test unterschiedliche Stärken. Da gilt es, vor dem Kauf ein paar Fragen zu klären. Auf welche Funktion lege ich persönlich wert? Geht die Heckklappe des eigenen Wagens nach dem Abklappen des Trägers auf? Für die Preise gilt: Durch die Suche im Internet, zum Beispiel mit idealo.de, lässt sich beim Kauf zusätzlich sparen.
So fahren die Räder sicher mit
• Kupplungskugel von Fett befreien, damit die Klemmvorrichtung nicht rutscht. • Die Stützlast der Anhängekupplung nicht überschreiten. • Nach kurzer Fahrstrecke den festen Sitz des Trägers und der Fahrräder prüfen. • Auf die veränderten Autofahreigenschaften Rücksicht nehmen.
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