Sieben Fahrradträger im Vergleich

Sieben Fahrradträger im Vergleich

Fahrradträger im Test

Dach- oder Heckträger?

Natürlich kann man sein Fahrrad auch auf dem Autodach befördern, viel praktischer sind allerdings Heckträger. Die Ergebnisse der Tests von ADAC und AUTO BILD!

Heckträger werden einfach an der Kofferraumklappe fixiert oder auf der Anhängerkupplung montiert.

Beim Thema Fahrradträger stellt sich immer zuerst die Frage: Dach- oder Heckträger? Der Vorteil von Dachträgern: Das Angebot auf dem Markt ist breit und es lassen sich sogar bis zu vier Fahrräder auf dem Fahrzeugdach transportieren. Dafür sind typspezifische Querstreben nötig, an denen die Träger befestigt werden. Aber die Fahrradträger fürs Fahrzeugdach haben auch einen entscheidenden Nachteil: Das Be- und Entladen ist ein Kraftakt. Kippt das Rad dabei um, gibt es Beulen und Schrammen – nicht nur im Lack. AUTO BILD empfiehlt daher Heckträger. Sie verlangen weniger Muckis, werden mit Stangen, Stützen und manchmal Gurten an der Kofferraumklappe fixiert oder einfach auf der Anhängerkupplung montiert. Die Räder müssen beim Beladen nur ein wenig angehoben werden und stehen geschützt im Windschatten des Autos. Und: Es gibt auch Fahrradträger für die Anhängerkupplung, die Platz für vier Fahrräder bieten.

Elf Fahrradträger im ADAC-Test (Juni 2019)

Der ADAC hat elf Heckträger mit Platz für jeweils drei Fahrräder getestet. Testsieger ist der Uebler i31 (Testnote 1,9 "gut"), der mit seinem Preis von 698 Euro aber auch die Spitze in Sachen Preis bildet. Günstiger fährt man mit den Plätzen zwei bis vier, die insgesamt ebenfalls ein "gut" erhalten, aber mit Preisen von 599 Euro (Yakima FoldClick) bis 330 Euro (Eufab Premium 3) mindestens 100 Euro günstiger sind als der Testsieger. Der günstigste Fahrradträger im Test, der Bullwing SR3 plus (215 Euro) landet mit einer Testnote von 3,8 ("ausreichend") auf dem letzten Platz. Die Gründe für die schlechte Note sind vielfältig: Abzüge beim City-Crash, maximale Beladung von 20 Kilo pro Schiene, altmodische Befestigungsmethode mit Spanngurten.
Allgemein bewerteten die Tester des ADAC die Fahrradträger für die Anhängerkupplung in den Kategorien Handhabung (Gewichtung 50 Prozent), Sicherheit (Gewichtung 30 Prozent) und Gestaltung (Gewichtung 20 Prozent). Das beste Ergebnis in Sachen Handhabung sowie Gestaltung erzielt der Testsieger Uebler i31 (Note 1,6 bzw. 1,8). Der Thule VeloSpace XT 3 schneidet im Crashtest vor allen anderen ab (Note 1,9).
# ADAC Fahrradträger-Test
1.

Uebler i31

Preis*: 698 Euro

Note: gut (1,9)

2.

Thule Velo Space XT3

Preis: 517 Euro

Note: gut (2,0)

3.

Eufab Premium 3

Preis: 330 Euro

Note: gut (2,3)

4.

Bosal Traveller III

Preis: 373 Euro

Note: gut (2,3)

5.

Yakima FoldClick 3

Preis: 599 Euro

Note: gut (2,5)

6.

Atera Strada Sport M3

Preis: 345 Euro

Note: befriedigend (2,6)

7.

Westfalia Bikelander**

Preis: 662 Euro

Note: befriedigend (2,8)

8.

Norauto Rapidbike 3P+

Preis: 350 Euro

Note: befriedigend (3,0)

9.

Mft BackPower**

Preis: 484 Euro

Note: befriedigend (3,5)

10.

Menabo Alphard Plus

Preis: 281 Euro

Note: ausreichend (3,6)

11.

Bullwing SR3 Plus

Preis: 39,00 Euro

Note: ausreichend (3,8)

*Preisangabe des ADAC **mit Erweiterung für drittes Fahrrad

AUTO BILD-Test: Billigster Fahrradträger fällt durch

AUTO BILD hat im Juli 2018 sieben Modelle zwischen 39 und 703 Euro getestet! Sieger bei den getesteten Fahrradträgern für die Anhängerkupplung ist der Uebler i21. Er überzeugte die Tester mit einfacher Montage, einer bombenfesten Halterung und seinem kompakten Maß. Allerdings ist er mit rund 600 Euro auch am oberen Ende der Preisskala angesiedelt. Preis-Leistungs-Sieger ist der Fahrradträger Bikelander von Westfalia. Der Fahrradträger ist kompakt und einfach zu bedienen, die LED-Technik funktioniert einwandfrei. Ein kleiner Haken ist jedoch, dass beim Abklappen mit der Hand eine Verriegelung geöffnet werden muss. Bei anderen Trägern geht dies mit dem Fuß. Der Preis: 519 Euro. Absoluter Verlierer ist der mit 39 Euro günstigste Testkandidat Pro Plus. Beim Fahrversuch hat sich die Klemmvorrichtung verbogen. Ein enormes Sicherheitsrisiko! Alle getesteten Fahrradträger für die Anhängerkupplung und ihre Ergebnisse finden Sie in der Bildergalerie.
# Fahrrad-Heckträger bei Amazon
1.

Uebler i21

Preis*: ab 595,00 Euro

Testergebnis: 5/5 Sterne

2.

Thule Easyfold XT

Preis: ab 699,95 Euro

Testergebnis: 4,5/5 Sterne

3.

Westfalia Bikelander

Preis: 519,00 Euro

Testergebnis: 4,5/5 Sterne

4.

I-Racks Ufo 2+

Preis: 519,00 Euro

Testergebnis: 4,5/5 Sterne

5.

Atera Strada Vario

Preis: 703,29 Euro

Testergebnis: 4/5 Sterne

6.

Eufab Poker-F

Preis: 319,95 Euro

Testergebnis: 3,5/5 Sterne

7.

Pro Plus Universal Fahrradträger

Preis: 39,00 Euro

Testergebnis: 0/5 Sterne

*Einkaufspreise der Test-Geräte, Stand Juni 2018

Fahrradträger-Typen im Vergleich

• Traditionsmodell: Dachträger
Weil es lange ein Verbot von Gepäcktransport vor oder hinter dem Auto gab, wanderten Frachten in Deutschland traditio­nell aufs Wagendach. So auch Fahrräder. Im Radrennsport werden die Ersatzmaschinen ebenfalls auf dem Dach des Begleitautos transportiert. 
+ Relativ günstig, breites Angebot, Transport von vier oder sogar mehr Rädern.
- Hoher Schwerpunkt, kraftaufwendiges Verstauen, nur für leichte Räder geeignet.
• Allround-Lösung: Heckträger ohne Deichsel
Sie heißen Paulchen, Atera Linea oder Eckla Porty – Fahrradträger fürs Wagenheck, die keine Anhängerkupplung benötigen. Funktioniert an Steil- und Fließheckmodellen. 
+ Praktisch, denn sie passen bei fast allen Fahrzeugmodellen mit Steil- und Fließheck.
- Fummelig, die Befestigung erfordert einigen Montageaufwand und erschwert den Zugang zum Kofferraum.
• Solide Anhängsel: Heckträger für Anhängerkupplung
Deichselträger für die Anhängerkupplung sind beliebt und weit verbreitet. Sie gibt es für bis zu vier Fahrräder, sind schnell montiert und sitzen stabil auf dem Kugelkopf. Dank Klappmechanismus bleibt der Kofferraum bei den meisten Modellen von außen erreichbar. Aber Achtung: Besonders die preiswerten Modelle bergen Sicherheitsrisiken, können sich bei Notbrem­sungen verdrehen und das Zugauto beschädigen. 
+ Fahrräder werden windgeschützt transportiert, Mehrverbrauch hält sich in Grenzen.
- Relativ teuer, Auto benötigt eine Anhängerkupplung, teilweise schwer und sperrig.

Thema Verbrauch: Was kostet mehr Sprit?

Heckträger sparen Sprit. Logisch, denn die Fahrräder stehen quer zur Fahrtrichtung im Windschatten, während sie auf dem Dach die Aerodynamik verschlechtern. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn auch die Form des Fahrzeugs spielt eine Rolle: Bei Windkanalversuchen mit einem Mercedes C 200 Kombi lag der Mehrverbrauch mit Heckträger bei 0,2 Litern (120 km/h), bei der Limousine indes bei 0,8 Litern und damit höher als beim Dachträger (0,7 l).

Strafen bei falsch gesicherten Rädern

In der Urlaubszeit meldet der Verkehrsfunk mit schöner Regelmäßigkeit ungewollte Flugobjekte: "Zwischen dem Kreuz Osnabrück-Nord und Bramsche liegen Fahrräder auf der Fahrbahn." Immer wieder stürzen Zweiräder vom Auto und sind Auslöser für Unfälle. Die Ursachen sind meist falsche Sicherung oder klapprige Billig-Autoträger. Deswegen ist es wichtig auf einen verkehrssicheren Fahrradträger zu achten, denn sind die Fahrräder nicht korrekt befestigt oder fallen herunter, drohen Bußgelder. Wer mit einem nicht ordentlich gesicherten Fahrrad erwischt wird, muss mindestens 20 bis 35 Euro zahlen. Bei Gefährdung oder einem Unfall durch das schlecht gesicherte Fahrrad, drohen sogar 60 bzw. 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

Stichworte:

Fahrradträger

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