7 Fahrradträger im Vergleich (2020)

Fahrradträger im Test

Welcher Heckträger ist der beste?

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Fahrrad mit dem Auto zu transportieren. Die praktischste Lösung ist allerdings der Heckträger. AUTO BILD hat sieben Modelle für die Anhängerkupplung getestet!

Heckträger werden einfach an der Kofferraumklappe fixiert oder auf der Anhängerkupplung montiert.

©Angelika Emmerling

Wie kann man mit dem Auto am besten Fahrräder transportieren? Diese Frage werden sich viele Autofahrer besonders zur Urlaubszeit stellen. Für den Transport auf dem Dach spricht, dass es eine große Bandbreite an Dachträgern gibt und so bis zu vier Fahrräder mitgenommen werden können. Doch das Beladen ist anstrengend. Und kippt ein Fahrrad um, kann es Kratzer und Beulen geben – nicht nur am Auto. AUTO BILD empfiehlt daher Heckträger. Die Heckträger werden an der Kofferraumklappe fixiert oder einfach auf der Anhängerkupplung montiert. Auch das Beladen ist einfacher, da die Fahrräder nur etwas angehoben, aber nicht auf das Dach gehievt werden müssen. Und: Es gibt auch Fahrradträger für die Anhängerkupplung, die Platz für bis zu vier Fahrräder bieten. AUTO BILD hat sieben Heckträger für die Anhängerkupplung getestet.

Sieben Fahrradträger für die AHK im Test

AUTO BILD hat sieben Fahrradträger für die Anhängerkupplung zwischen 429 und 730 Euro verglichen und bewertet. Keine Billigheimer aus dem Baumarkt, sondern Premiummodelle, für die eine Reihe von Kriterien definiert wurden: Alle Kandidaten sollten faltbar und an der Anhängerkupplung abklappbar sein sowie über eine maximale Zuladung (Nutzlast) von 60 Kilogramm verfügen. Das heißt: Die Träger haben möglichst kompakte Maße, wenn sie nicht benutzt werden. Außerdem bieten sie freien Zugang zum Kofferraum, auch im beladenen Zustand. Und der Transport von zwei schweren E-Bikes sollte problemlos möglich sein.
Fazit von Bendix Krohn und Alex Failing: Es müssen nicht immer Luxus-Träger wie Atera, Uebler oder Thule sein. XLC beweist als Preis-Leistungs- Sieger, dass auch günstig gut sein kann. Am Ende müssen Rad und Träger passen.
# Fahrrad-Heckträger im Test Zum Angebot
1.

Thule Easyfold XT 2

Preis*: 618,00 Euro

Testurteil: sehr gut

1.

Uebler i21

Preis*: 639,00 Euro

Testurteil: sehr gut

3.

Westfalia Bikelander LED

Preis*: 429,00 Euro

Testurteil: gut

3.

Atera Genio Pro

Preis*: 528,27 Euro

Testurteil: gut

5.

XLC Azura Xtra LED

Preis*: 371,59 Euro

Testurteil: gut

6.

Eufab Premium TG

Preis*: 468,48 Euro

Testurteil: gut

7.

MFT Compact 2E+1

Preis*: 495,00 Euro

Testurteil: befriedigend

*Einkaufspreis des Testprodukts

AUTO BILD-Testsieger: Uebler i21 und Thule EasyFold XT2

Gleich zwei Fahrradträger sind auf dem ersten Platz des Fahrradträger-Tests von AUTO BILD gelandet. Einer der Testsieger ist der Thule EasyFold XT2. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 730 Euro ist er zwar der teuerste Träger im Test, aber auch sein Geld wert. Er überzeugt mit einer einfachen Montage und lässt sich leicht ausklappen. Zudem lassen sich die Fahrräder leicht befestigen. Einziges Manko: Der Träger ist etwas schwer.
Das kann man vom zweiten Testsieger, dem Uebler i21 nicht behaupten: Mit 13,4 Kilogramm ist er nicht nur leicht, sondern mit 60 Zentimetern Höhe auch der kompakteste Fahrradträger im Test – ideal, um ihn in der Garage oder im Keller zu verstauen. Die Montage ist einfach: Durch das Eigengewicht hält der Träger auf der Anhängerkupplung superfest. Die Radbefestigung ist vorbildlich. Optional ist der Uebler i21 auch mit Parksensoren erhältlich. Außerdem ist er mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 639 Euro fast 100 Euro günstiger als der Träger von Thule.

So hat AUTO BILD getestet

Auf Crashtest und Ausweichmanöver haben wir im aktuellen Test verzichtet. Im Fokus standen diesmal das Handling am Fahrzeug und die Kompaktheit der Träger. Da spielten natürlich die Abmessungen (Foto) und das Gewicht eine entscheidende Rolle. Und vor allem die Fixierung auf der Anhängerkupplung sowie die Montage der Räder auf den Trägern.

Stiftung Warentest: Acht Fahrradträger im Test

Die Stiftung Warentest untersuchte 2021 acht verschiedene Fahrradträger. Der Testsieger mit der Note 1,9 ("gut") war auch hier der Thule EasyFold XT 2. Er überzeugte die Tester durch die robusten Befestigungselemente. Die Handhabung wurde als beste im Test bezeichnet, allerdings war der EasyFold XT 2 mit 665 Euro auch der teuerste Fahrradträger im Test. Der Fahrradträger überstand die Sicherheitsprüfungen anstandslos. Die Montage des 17,6 Kilogramm schweren Thule-Trägers wurde als einfach und schnell beschrieben. Im Kapitel "Haltbarkeit" erhielt der EasyFold XT 2 die Note 1,7 ("gut").

Thule

Thule EasyFold XT2

AUTO BILD-Testnote 1
  • Einfache Montage
  • Leicht auszuklappen
  • Räder leicht zu befestigen

730,00

Doch nicht nur der Thule EasyFold XT 2 erhielt die Note "gut": Der Eufab Premium II Plus und der Oris Traveller erhielten beide die Note 2,5 ("gut"). Doch nicht alle Fahrradträger schnitten so gut ab: So gab es darüber hinaus noch einmal die Note "befriedigend", einmal die Note "ausreichend" und drei Fahrradträger erhielten sogar die Note "mangelhaft". Die mit mangelhaft bewerteten Fahrradträger hatten alle etwas gemeinsam: Beim Crashtest löste sich die Verbindung von der Anhängerkupplung, ein Fahrradträger flog komplett ab.

Elf Fahrradträger im ADAC-Test (Juni 2019)

Der ADAC hat elf Heckträger mit Platz für jeweils drei Fahrräder getestet. Testsieger ist der Uebler i31 (Testnote 1,9 "gut"), der mit seinem Preis von 698 Euro aber auch die Spitze in Sachen Preis bildet. Günstiger fährt man mit den Plätzen zwei bis vier, die insgesamt ebenfalls ein "Gut" erhalten, aber mit Preisen von 599 Euro (Yakima FoldClick) bis 330 Euro (Eufab Premium 3) mindestens 100 Euro günstiger sind als der Testsieger. Der günstigste Fahrradträger im Test, der Bullwing SR3 plus (215 Euro) landet mit einer Testnote von 3,8 ("ausreichend") auf dem letzten Platz. Die Gründe für die schlechte Note sind vielfältig: Abzüge beim City-Crash, maximale Beladung von 20 Kilo pro Schiene, altmodische Befestigungsmethode mit Spanngurten.
Allgemein bewerteten die Tester des ADAC die Fahrradträger für die Anhängerkupplung in den Kategorien Handhabung (Gewichtung 50 Prozent), Sicherheit (Gewichtung 30 Prozent) und Gestaltung (Gewichtung 20 Prozent). Das beste Ergebnis in Sachen Handhabung sowie Gestaltung erzielt der Testsieger Uebler i31 (Note 1,6 bzw. 1,8). Der Thule VeloSpace XT 3 schneidet im Crashtest vor allen anderen ab (Note 1,9).
# Fahrrad-Heckträger im ADAC Test Zum Angebot
1.

Übler i31

Preis*: 698,00 Euro

Testurteil: gut (1,9)

2.

Thule Velo Space XT3

Preis*: 517,00 Euro

Testurteil: gut (2,0)

3.

Eufab Premium 3

Preis*: 330,00 Euro

Testurteil: gut (2,3)

4.

Bosal Traveller III

Preis*: 373,00 Euro

Testurteil: gut (2,3)

5.

Yakima FoldClick 3

Preis*: 599,00 Euro

Testurteil: gut (2,5)

6.

Atera Strada Sport M3

Preis*: 345,00 Euro

Testurteil: befriedigend (2,6)

7.

Westfalia Bikelander**

Preis*: 662,00 Euro

Testurteil: befriedigend (2,8)

8.

Norauto Rapidbike 3P+

Preis*: 350,00 Euro

Testurteil: befriedigend (3,0)

9.

Mft BackPower**

Preis*: 484,00 Euro

Testurteil: befriedigend (3,5)

10.

Menabo Alphard Plus

Preis*: 281,00 Euro

Testurteil: ausreichend (3,6)

11.

Bullwing SR3 Plus

Preis*: 390,00 Euro

Testurteil: ausreichend (3,8)

*Einkaufspreis des Testprodukts

Fahrradträger montieren? Stützlast beachten!

Die maximale Stützlast Ihres Autos entscheidet darüber, wie viel Gewicht Sie auf dem Träger transportieren dürfen. Der Wagen für den Test, ein Renault Kadjar, hat eine eingetragene Stützlast für die werksseitige AHK von 75 Kilo. Der Heckträger darf demnach mit den Rädern nicht mehr als 75 Kilo wiegen. Wenn Sie die maximale Stützlast überschreiten, ist das nicht nur gefährlich, es droht auch ein Bußgeld. Die Angaben zur Stützlast finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt 13 oder in der Betriebsanleitung zum Fahrzeug. Der Atera Genio Pro etwa wurde mit einem Eigengewicht von 20,9 kg gewogen. Heißt: Für den Transport von zwei Rädern bleiben nur 54,1 kg übrig. Und das kann bei zwei E-Bikes schon knapp werden. Der leichteste Träger im Test, der Uebler i21, wiegt nur 13,4 kg. Hier kann eine Nutzlast von 60 Kilo voll ausgenutzt werden, und er bleibt mit dem Gesamtgewicht von 73,4 kg aus Träger plus Rädern unter der Stützlast.
Auch wichtig: Meist verdeckt der Träger das Kfz-Kennzeichen – ein drittes Schild ist dann nötig, das am Fahrradträger montiert werden kann. Ein solches Schild gibt es im Internet ab zehn Euro. Löst der Fahrradträger die Rückfahrpiepser im Stoßfänger dauerhaft aus, lassen sich diese meist stumm schalten. Sie brauchen Zubehör? In den Onlineshops der Hersteller gibt es diverse Extras, etwa Auffahrschienen für besonders schwere Räder oder Erweiterungen für ein drittes Fahrrad. Tipp: Viele E-Bikes haben abnehmbare Akkus. Damit können Sie das Gewicht der Räder verringern. Vielleicht reicht es am Ende trotz geringer Stützlast für den Transport von zwei Exemplaren.

Fahrradträger-Typen im Vergleich

• Traditionsmodell: Dachträger
Weil es lange ein Verbot von Gepäcktransport vor oder hinter dem Auto gab, wanderten Frachten in Deutschland traditio­nell aufs Wagendach. So auch Fahrräder. Im Radrennsport werden die Ersatzmaschinen ebenfalls auf dem Dach des Begleitautos transportiert. 
+ Relativ günstig, breites Angebot, Transport von vier oder sogar mehr Rädern.
- Hoher Schwerpunkt, kraftaufwendiges Verstauen, nur für leichte Räder geeignet.
• Allround-Lösung: Heckträger ohne Deichsel
Sie heißen Paulchen, Atera Linea oder Eckla Porty – Fahrradträger fürs Wagenheck, die keine Anhängerkupplung benötigen. Funktioniert an Steil- und Fließheckmodellen. 
+ Praktisch, denn sie passen bei fast allen Fahrzeugmodellen mit Steil- und Fließheck.
- Fummelig, die Befestigung erfordert einigen Montageaufwand und erschwert den Zugang zum Kofferraum.
• Solide Anhängsel: Heckträger für Anhängerkupplung
Deichselträger für die Anhängerkupplung sind beliebt und weit verbreitet. Sie gibt es für bis zu vier Fahrräder, sind schnell montiert und sitzen stabil auf dem Kugelkopf. Dank Klappmechanismus bleibt der Kofferraum bei den meisten Modellen von außen erreichbar. Aber Achtung: Besonders die preiswerten Modelle bergen Sicherheitsrisiken, können sich bei Notbrem­sungen verdrehen und das Zugauto beschädigen. 
+ Fahrräder werden windgeschützt transportiert, Mehrverbrauch hält sich in Grenzen.
- Relativ teuer, Auto benötigt eine Anhängerkupplung, teilweise schwer und sperrig.

Thema Verbrauch: Was kostet mehr Sprit?

Heckträger sparen Sprit. Logisch, denn die Fahrräder stehen quer zur Fahrtrichtung im Windschatten, während sie auf dem Dach die Aerodynamik verschlechtern. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn auch die Form des Fahrzeugs spielt eine Rolle: Bei Windkanalversuchen mit einem Mercedes C 200 Kombi lag der Mehrverbrauch mit Heckträger bei 0,2 Litern (120 km/h), bei der Limousine indes bei 0,8 Litern und damit höher als beim Dachträger (0,7 l).

Strafen bei falsch gesicherten Rädern

In der Urlaubszeit meldet der Verkehrsfunk mit schöner Regelmäßigkeit ungewollte Flugobjekte: "Zwischen dem Kreuz Osnabrück-Nord und Bramsche liegen Fahrräder auf der Fahrbahn." Immer wieder stürzen Zweiräder vom Auto und sind Auslöser für Unfälle. Die Ursachen sind meist falsche Sicherung oder klapprige Billig-Autoträger. Deswegen ist es wichtig, auf einen verkehrssicheren Fahrradträger zu achten, denn sind die Fahrräder nicht korrekt befestigt oder fallen herunter, drohen Bußgelder. Wer mit einem nicht ordentlich gesicherten Fahrrad erwischt wird, muss mindestens 20 bis 35 Euro zahlen. Bei Gefährdung oder einem Unfall durch das schlecht gesicherte Fahrrad, drohen sogar 60 bzw. 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

Stichworte:

Fahrradträger

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