Neun Falträder für den Transport im Auto oder Wohnmobil
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Falträder garantieren Mobilität am Urlaubsort. Wer wenig Platz hat, findet im BIKE BILD-Test den richtigen Reisebegleiter. Neun Fahrräder im Test!
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Falträder sind unsere kleinen großen Helden auf Reise. Sie sorgen dafür, dass wir mobil bleiben, wenn wir mit dem Auto oder Wohnmobil unterwegs sind. Der größte Vorteil der kleinen Räder: Für Falträder benötigt man weder einen Heckträger noch einen besonders großen Kofferraum. Auseinandergefaltet (dauert nur wenige Sekunden) fahren sich dann viele Modelle tatsächlich so gut, dass man fast kein großes City-Bike mehr benötigt. BIKE BILD hat neun Falträder zwischen 899 und 3395 Euro getestet!
Das Faltrad kann an der Garderobe abgegeben werden
Wer auf Städtetour geht, ist von den Vorzügen eines Klapprads schnell überzeugt.
Bild: Jozef Kubica / BIKE BILD
Falträder dürfen zusammengefaltet kostenlos in Bus und Bahn mitgenommen werden. Und aufgrund der kompakten Faltmaße kann man sie oft auch mit ins Restaurant nehmen oder an der Museums-Garderobe abgeben. Dadurch verringert sich die Gefahr eines Diebstahls. Sie unternehmen im Urlaub gerne Tagesausflüge? Auch dafür eignen sich Falträder bestens. Die meisten der getesteten Modelle fahren sich so gut, dass sie absolut tourentauglich sind. Nur über sehr unebene Untergründe sollte man die kleinen 12- bis 20-Zoll-Laufräder nicht jagen – jedes Schlagloch fühlt sich mit ihnen doppelt so tief an. Eine Ausnahme ist das Riese & Müller Birdy, das eine sehr gut funktionierende Frontfederung besitzt. Doch selbst das Birdy kommt hinsichtlich des Komforts nicht an ein gut gefedertes 28-Zoll-Bike ran.
Faltrad-Bestseller
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Getestete Produkte
1.
F.lli Schiano Pure Klapprad (20 Zoll)
2.
Kaibrite Klapprad 20 Zoll
3.
MINI Folding Bike (20 Zoll)
4.
Jintaihua 7 Gang-Klapprad (20 Zoll)
5.
OUKANING Faltrad (20 Zoll)
Der Verzicht auf unterschiedliche Größen verlangt Kompromisse
Ausgiebige Testfahrten sind vor dem Kauf eines Faltrads sehr zu empfehlen.
Bild: Jozef Kubica / BIKE BILD
Ein weiterer Nachteil der Falträder betrifft die Ergonomie. Während herkömmliche Bikes in zahlreichen Rahmengrößen angeboten werden, sind Falträder meist in nur einer Größe erhältlich. Eine Ausnahme bildet hier das Bernds, das in drei Größen verfügbar ist. Der Verzicht auf unterschiedliche Größen führt dazu, dass Falträder Kompromisse eingehen müssen, um sowohl Personen mit 160 als auch Leuten mit 185 Zentimeter Körpergröße zu passen. Viele Bikes besitzen Verstellmöglichkeiten, doch diese reichen nicht immer aus. Deshalb sind Testfahrten vor dem Faltradkauf unserer Meinung nach absolut erforderlich. Ein Bike, das schlecht passt, macht schließlich selten Spaß. Außerdem müssen sich Käufer vorher überlegen, welche Punkte ihnen am wichtigsten sind. In unserem Test haben wir festgestellt, dass die Bikes, die am meisten Fahrspaß bereiten, nicht unbedingt die sind, die sich gut handhaben lassen. Deshalb gilt auch hier: ausprobieren! Und noch ein Tipp: Für Falträder gibt es praktische Transporttaschen. Die schützen sie auf ihrer Reise im Wohnmobil vor unschönen Kratzern. Die technischen Details und Testergebnisse der getesteten Räder gibt's in der Bildergalerie!
Bildergalerie
Neun Falträder im Test
Neun Falträder im Test
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Falträder sorgen dafür, dass wir mobil bleiben, wenn das Wohnmobil vor Anker liegt. Welches das beste Rad ist, zeigt dieser Test mit insgesamt neun Modellen!
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
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Los geht es mit dem Brompton Classic (1647 Euro). Das Brompton wird seit über 40 Jahren in London produziert. In dieser Zeit hat der Hersteller eine große, weltweite Fangemeinde aufgebaut. Die Faltradkonkurrenz wird jedoch immer stärker.
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Das uns zum Testen zur Verfügung gestellte Modell besitzt weder Gepäckträger noch Lichtanlage. Beides ist gegen Aufpreis erhältlich.
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Der einfache, vielfach von anderen Herstellern kopierte Faltvorgang und die geringen Faltmaße können überzeugen.
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Der Faltmechanismus versteckt sich unter dem Dämpfer.
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Zwei weitere Klemmen müssen gelöst werden, um das Rad klein zusammenzufalten.
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Die kleinen 16-Zoll-Laufräder mit den 35-Millimeter-Reifen sorgen für ein hartes Fahrgefühl auf unebenen Untergründen.
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Die kombinierte 6-Gang-Naben- und Ketten-Schaltung erfordert deutlich mehr Schaltvorgänge als üblich. Käufer können zwischen vielen Farben und Komponenten (z.B. Lenkerart) wählen.
Bernds Faltrad (3395 Euro) ist der nächste Kandidat. Die Falträder von Bernds werden speziell nach Kundenwünschen aufgebaut. Das getestete Bike besitzt einen Riemenantrieb, eine Shimano-Alfine-8-Gang-Nabenschaltung, ...
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... hydraulische Scheibenbremsen und eine SON-Lichtanlage. Der robuste Stahlrahmen verträgt besonders hohe Fahrergewichte.
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Unter dem Dämpfer am Hinterbau befindet sich der Faltmechanismus. Leider löst sich dieser schon beim Anheben des Bikes, wenn der Gepäckträger mit ein paar Kilogramm Gewicht beladen ist.
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Im zusammengefalteten Zustand ist es das mit Abstand größte Bike, es kann aber gut auf den Gepäckträgerrollen geschoben werden.
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Das Bernds Faltrad eignet sich für gerne aufrecht sitzende Radfahrer, die ihr Bike individuell zusammenstellen möchten.
Und der Nächste, bitte: Das Hercules Versa R7 Belt (899 Euro) ist ein robustes Faltrad mit angenehmer Fahrweise. Aufgrund der maximal zugelassenen Zuladung von 135 Kilogramm kann es sogar von schwereren Radfahrern gefahren werden.
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Der hochwertige Gates-Riemenantrieb und die Shimano-7-Gang-Nabenschaltung machen dieses Faltrad extrem wartungsarm.
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Zur besonders guten Alltagstauglichkeit trägt auch der robuste Gepäckträger bei.
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Das Hercules-Faltrad kann durch das Öffnen des Mittelgelenks sehr unkompliziert zusammengefaltet werden. Aufgrund der Einfachheit ist das Packmaß jedoch verhältnismäßig groß.
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Die Sitzposition ist komfortabel aufrecht, der Lenker lässt sich in der Höhe verstellen. Allerdings dürfte die Sattelstütze für große Fahrer zu kurz sein.
Weiter geht es mit dem Kwiggle (1550 Euro). Hier schwingt der Sattel bei jedem Tritt ...
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... seitlich mit. Rückenfreundlich komplett aufrecht sitzend und mit all der Bewegungsfreiheit kann man sich durchaus ans Laufen erinnert fühlen. Nur dass dieses Bike erstaunlich schnell ist – vor allem in der Ebene.
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Am Berg hingegen fehlen die leichten Gänge. Wegen der kleinen Laufräder machen sich Bodenunebenheiten stark bemerkbar. Ansonsten: Fahrspaß pur!
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Zusammengefaltet erhält man ein kleines, handgepäckgroßes Paket, das sogar unter einen ICE-Sitz passt.
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Der Lenker und das schwingende Element lassen sich für Menschen von 135 bis 195 Zentimeter Größe einstellen.
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Am Lenkrohr kann an einer kleinen Halterung eine Packtasche angebracht werden. Das Bike wird in Deutschland hergestellt, nur der Rahmen kommt aus Italien.
Das Dahon Curl i7 (1299 Euro) mit geschwungenem Aluminiumrahmen erinnert sofort an das Brompton. Der praktische Faltvorgang und das Packmaß sind fast identisch. Die Laufräder sind ebenfalls 16 Zoll klein und mit 35 Millimeter breiten Schwalbe-Marathon-Racern bereift.
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Geschaltet wird hier jedoch per Drehgriff mit einer Shimano-Nexus-7-Gang-Nabenschaltung.
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Im zusammengefalteten Zustand lässt sich das Bike sehr gut auf den Gepäckträgerrollen schieben.
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Der Lenker ist in der Höhe verstellbar. Die relativ kompakte Sitzposition führt teilweise dazu, dass man sich ein wenig wie auf einem zu kleinen Fahrrad fühlt.
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Ein Dynamo ist nicht verbaut, stattdessen werden einfache Akkulichter mitgeliefert. Das Dahon Curl ist in weiteren Ausstattungsvarianten erhältlich, lässt sich aber nicht frei konfigurieren.
Und hier haben wir das Vello Alfine 11 (2168 Euro). Es ist, wie der Name schon vermuten lässt, mit einer hochwertigen Shimano-Alfine-11-Gang-Nabenschaltung ausgestattet – sogar mit Gates-Riemen. Hinzu kommen hydraulische Scheibenbremsen. Somit ist es besonders wartungsarm.
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Für Komfort sollen das magnetische Falt- und Federungssystem sowie die ergonomischen Griffe sorgen. Insgesamt ist die Sitzposition eher sportlich, der Lenker kann ein wenig verstellt werden.
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Die Montage herkömmlicher Vorbauten ist möglich, um das Bike noch besser abzustimmen. Der Front-Gepäckträger kann mit einem Klick demontiert werden.
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Im gefalteten Zustand ist es recht unhandlich, Fahrspaß steht im Vordergrund!
Das Tern BYB P8 (1364 Euro) besitzt zwei Faltgelenke am Rahmen. Dies führt dazu, ...
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... dass das Packmaß für ein Faltrad mit 20-Zoll-Laufrädern verhältnismäßig klein ist.
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Der Vorbau lässt sich durch das Lösen der zwei Hebel unkompliziert verstellen.
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Im gefalteten Zustand kann das Bike sehr gut auf den Rollen geschoben werden.
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Der Heckgepäckträger ist niedrig, sodass große Packtaschen beim Kurvenfahren aufsetzen können. Praktisch: der Frontgepäckträger, der mitklappt, und das dynamobetriebene Licht.
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Mithilfe des flexiblen Vorbaus können die Lenkerhöhe und die Vorbaulänge ein wenig verstellt werden.
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Die 20-Zoll-Laufräder sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl. Der Rahmen ist relativ lang, sodass man sich fast wie auf einem großen Bike fühlt.
Das Tyrell IVE (2189 Euro) ist das einzige Faltrad im Test, das ein typisches Rahmendreieck – und zwar aus Stahl – besitzt.
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Die maximale Zuladung ist mit 130 Kilogramm recht hoch. Trotzdem wiegt das Tyrell nur 12,7 Kilogramm. Dies mag unter anderem daran liegen, dass auf den Gepäckträger verzichtet wurde. Dieser ist aber optional erhältlich.
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Der Lenker kann nicht in der Höhe verstellt werden. Die leicht nach hinten versetzte Kurbel führt zu einer nicht perfekten Sitzposition, dennoch fährt sich das Bike sehr dynamisch.
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Beim Testmodell war zudem eine hochwertige SON-Lichtanlage verbaut. Ohne diese ist das Bike deutlich günstiger zu haben.
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Der Faltvorgang ist besonders einfach. Im gefalteten Zustand lässt es sich gut tragen oder schieben. Die nicht faltbaren Pedale vergrößern das Packmaß deutlich.
Das Birdy von Riese & Müller (2598 Euro) fährt sich besonders angenehm. Grund hierfür sind die dämpfenden Elemente vorne an der Gabel und am Hinterbau, die dafür sorgen, dass Unebenheiten trotz der kleinen 18-Zoll-Laufräder kaum stören.
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Beim Faltvorgang klappt der Gepäckträger mit. Im zusammengefalteten Zustand kann das Birdy nicht geschoben werden. Das geringe Gewicht vereinfacht aber das Tragen.
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Die verbaute Shimano-Deore-Kettenschaltung besitzt zehn Gänge. Gebremst wird mit kräftigen hydraulischen Scheibenbremsen. Der Nabendynamo von Shutter Precision sorgt zusammen mit den Supernova-Lampen für gute Beleuchtung.
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Der Lenker ist in der Höhe verstellbar. Beim Kauf können einige Komponenten konfiguriert werden. Wir finden: Mit dem Birdy machen selbst lange Strecken Spaß!