Feldversuch simTD: Vernetzte Autos
"Die Technik ist reif"

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Können sich Autos irgendwann gegenseitig vor Gefahren warnen? Ja, ergab die vielbeachtete Studie simTD. Und zwar schon bald. Unzählige Unfälle könnten vermieden, Milliarden Euro an Kosten gespart werden.
Bild: dpa
(dpa/cj) Elektronisch miteinander vernetzte Autos könnten in Deutschland einen volkswirtschaftlichen Nutzen von jährlich elf Milliarden Euro bringen. Das ist das Fazit eines am 20. Juni 2013 in Frankfurt beendeten Feldversuchs. Allein durch vermeidbare Verkehrsunfälle sei eine Einsparung von bis zu 6,5 Milliarden Euro pro Jahr möglich. Auto-Industrie, Wissenschaft und staatliche Stellen hatten im Projekt "Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland" (simTD) getestet, wie Autos über das Internet Informationen untereinander und mit einer Zentrale austauschen können.
Projekt simTD: Kommunikation ist alles

Wenn Autos miteinander und mit der Verkehrsinfrastruktur vernetzt sind, können sie sich gegenseitig warnen.
Übersicht: Hier geht es zu den Connected Cars
Nach Ansicht der Technischen Universität (TU) München könnte mehr als die Hälfte der Unfälle an Kreuzungen verhindert werden. Von der neuen Technik profitiere aber auch die Umwelt. Neben den Unfallkosten könnten weitere 4,9 Milliarden Euro pro Jahr vor allem durch geringere Reisezeiten und sinkende Umweltbelastung erzielt werden. Als erste konkrete Anwendung soll ab 2015 in einem Korridor von Rotterdam über Frankfurt bis Wien die Verkehrslage an Baustellen erfasst werden.
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