Ferrari 458 Speciale: Umbau, Tuning, Handschaltung, PS, Motor, Preis
Einzelstück: Ferrari 458 Speciale mit Handschaltung

Ab Werk gab es den Ferrari 458 Speciale nie mit Handschaltung, doch in den USA wurde ein Exemplar zum Handschalter umgebaut. Alle Infos zum Einzelstück!
Bild: instagram/_modificata_
Dieses Projekt ist etwas für Puristen! In den USA wurde ein über 300.000 Euro wertvoller Ferrari 458 Speciale zum Handschalter umgebaut. Im Klartext bedeutet das: offene Schaltkulisse und ein 4,5-Liter-V8-Sauger, der bis 9000 U/min dreht. Das sind der Stoffe, aus dem Träume sind!
Für viele Ferraristi gilt der 458 Speciale als eines der emotionalsten Modelle aus Maranello. Der Mittelmotor-Sportwagen ist zusammen mit der auf 499 Exemplare limitierten offene Versionen 458 Speciale Aperta die extremste Ausbaustufe des 2009 vorgestellten 458 Italia.
Der Speciale ist die extremste Version des 458
Der Speciale wurde 2013 präsentiert und ist der letzte V8-Mittelmotor-Ferrari mit Sauger! Mit dem Nachfolger 488 GTB und der Hardcore-Version 488 Pista läuteten die Italiener die Turbo-Ära ein. Der 4,5-Liter-V8 im 458 Speciale kommt noch ohne Zwangsbeatmung aus und darf bis 9000 U/min drehen. Die Leistung gibt Ferrari mit 605 PS (35 PS mehr als im 458 Italia) an, was einer Literleistung von 135 PS entspricht.

Äußerlich blieb der Ferrari 458 Speciale unangetastet. Der Umbau ist erst im Innenraum zu erkennen.
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Gleichzeitig wurde das Leergewicht im Vergleich zum Italia um etwa 90 Kilo auf nunmehr 1290 Kilo gesenkt. Das hat zur Folge, dass der 458 Speciale in glatten drei Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und nach 9,1 Sekunden 200 km/h erreicht. Der Topspeed beträgt 325 km/h. Großen Anteil an diesen heute noch beeindruckenden Fahrleistungen hat das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit dem alle 458-Versionen serienmäßig ab Werk ausgestattet waren.
Ferrari bietet keine Handschaltung mehr an
Die klassische Handschaltung mit offener Schaltkulisse stellte Ferrari bereits zuvor ein. Das letzte Modell, das auf Wunsch noch als Handschalter erhältlich war, war das Frontmotor-Cabrio California. Da sich jedoch sowohl beim California, als auch beim 599 GTB nur noch eine zweistellige Zahl an Kunden für die Sechsgang-Handschaltung entschieden, beschlossen die Italiener die Getriebe-Option aus dem Programm zu nehmen.
Doch wie so oft im Leben scheint es als wollten die Kunden immer genau das, was es nicht mehr gibt. Anders ist nicht zu erklären, dass für handgeschaltete 599 GTB mittlerweile astronomische Summe aufgerufen werden. Spätestens seitdem es nur noch wenige aktuelle Sportwagen mit manuellen Getrieben gibt, scheinen sich viele Petrolheads genau danach zu sehnen.

Drei statt zwei Pedale. Ab Werk wurden alle 458 Speciale mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet.
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Genau hier setzt das amerikanische Unternehmen "Modificata" an. Der Tuner kümmert sich seit Jahren um Ferrari aus verschiedenen Baujahren und ist vor allem für sein F355 modificata-Projekt bekannt. Das Credo lautet übersetzt: "Modificata widmet sich dem emotionalen Fahrerlebnis, dass es in modernen Autos nicht mehr gibt, und macht Sportwagen ansprechender und aufregender."
Offene Schaltkulisse im 458 Speciale
Und das neueste Projekt erfüllt genau diese Ansprüche, denn Modificata hat einen weißen Ferrari 458 Speciale zum Handschalter umgebaut. Dazu wurde das originale Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gegen eine Sechsgang-Handschaltung mit offener Schaltkulisse getauscht.
Was erst mal simpel klingt, erforderte natürlich enorm viel Anpassungsarbeit. So entfallen die Schaltwippen am Lenkrad, es wurde eine spezielle Pedalerie inklusive neuem Kupplungspedal von AP Racing verbaut und die gesamte Mittelkonsole wurde umdesignt, um Platz für die wunderschöne offene Schaltkulisse zu schaffen. Ganz zu schweigen natürlich von den Modifikationen an der Motorelektronik und den Detailarbeiten, sodass auch die Ganganzeige im Drehzahlmesser adaptiert wurde.
Doch das Ergebnis spricht für sich. Würde man es nicht besser wissen, so könnte der Umbau auch glatt als Werkslösung durchgehen. In einem kurzen POV-Video zeigt Modificata zudem, dass alles am umgebauten 458 Speciale funktioniert. Natürlich dürfte der Ferrari mit Handschaltung etwas langsamer sein als mit dem Doppelkupplungsgetriebe, aber darum geht es bei diesem Umbau nicht. Im Vordergrund stehen die Emotionen und das Fahrgefühl!
Geht der Umbau in Kleinserie?
Leider ist nicht bekannt, ob Modificata den Umbau auch für andere Kunden anbieten wird, oder ob der handgeschaltete 458 Speciale ein Einzelstück bleiben wird.
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