Ferrari 550 Maranello (1996) von Michael Schumacher
Schumis Ferrari 550 Maranello wird versteigert

Bild: Artcurial
Ferrari und Michael Schumacher – das gehört zusammen. Als der deutsche Rennfahrer 1996 bei der Scuderia anheuerte, soll Gianni Agnelli, der damalige Fiat- und Ferrari-Chef, gesagt haben: "Wenn Ferrari mit Michael Schumacher nicht Weltmeister wird, dann werden wir es nie mehr." Doch Schumi lieferte ab und wurde zwischen 2000 und 2004 fünfmal Formel-1-Weltmeister mit Ferrari!
Als Schumacher 1996 von Benetton zu Ferrari wechselte, übernahm er auch Test- und Abstimmungsfahrten sowie Marketing-Auftritte. Passend zu seinem Antritt wurde im selben Jahr der Ferrari 550 Maranello präsentiert. Der Nachfolger des 512 M ist ein klassischer Frontmotor-GT, der vom Meister Pininfarina gezeichnet wurde.
V12-Saugmotor mit 485 PS
Unter der langen Haube steckt ein 5,5-Liter-V12-Sauger mit 485 PS, der seine Kraft mittels Sechsgang-Handschaltung (offene Schaltkulisse!) an die Hinterräder abgibt. Von 0 auf 100 km/h soll der 1690 Kilo schwere Maranello in 4,5 Sekunden beschleunigen, den Topspeed geben die Italiener mit 320 km/h an.

Zwischen 1996 und 2001 wurden vom Ferrari 550 Maranello nur rund 3000 Stück gebaut. Die offene Version 550 Barchetta war auf 448 Stück limitiert.
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Im Jahr 1996 wurden auf den Ferrari Racing Days am Nürburgring insgesamt zehn 550 Maranello gezeigt, die unter anderem von den Formel-1-Piloten Eddie Irvine und Michael Schumacher pilotiert wurden. Darunter auch ein ganz besonderes Exemplar.
Chassis-Nummer 105067 in der edlen Farbkombination Silber/Rot (Außenfarbe "Argento Nürburgring") ging später in den Privatbesitz von Schumi über. Und exakt dieses Auto wird am 29. Juni 2024 vom Auktionshaus Artcurial im Rahmen der sogenannten "Garden Party St. Tropez" versteigert.

Kurz vor dem Verkauf signierte Schumi den Handschuhfachdeckel seines Ferrari.
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Laut Unterlagen besaß der Rekordweltmeister den 550 Maranello viele Jahre, ehe er im Februar 2003 an den in der Ferrari-Szene bekannten Japan-Importeur Cornes verkauft wurde. Im Vorfeld signierte Schumi nicht nur das Handschuhfach, sondern legte auch ein von ihm höchstpersönlich signiertes Schreiben bei, in dem er dem neuen Besitzer viel Spaß mit dem Auto wünschte.
Schumi besaß den 550 von 1996 bis 2003
Als der Ferrari 550 Maranello im Juni desselben Jahres in den Verkauf ging, erhielt Cornes sage und schreibe 165 Anfragen von potenziellen Kunden. Auch wenn Schumi den 550 offensichtlich mochte, so fuhr er das Auto zwischen 1996 und 2003 sehr wenig. Mit gerade mal 4700 Kilometern wurde der edle GT an seinen zweiten Besitzer in Japan weitergegeben.
Nach einigen Jahren in dessen Obhut wechselte das Auto erneut den Besitzer, verblieb jedoch bis zuletzt im Land der aufgehenden Sonne, wo es auch regelmäßig und ausschließlich von Ferrari Cornes gewartet wurde.

Der V12-Sauger mit Trockensumpfschmierung leistet im 550 Maranello 485 PS. Das soll für eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h reichen.
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In Vorbereitung auf die Auktion wurde eine frische Wartung durchgeführt. Jetzt ist der seltene 550 Maranello, von dem nur 3083 Stück gebaut wurden, bereit für seinen nächsten Besitzer.

Viel gefahren wurde der Ferrari nicht: Nach 28 Jahren stehen exakt 10.000 Kilometer auf dem Tacho.
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Mit exakt 10.000 Kilometern auf dem Tacho befindet sich der Ferrari im absoluten Bestzustand und wird inklusive kompletter Historie, vieler Rechnungen, dem Schreiben von Michael Schumacher sowie einer originalen Ausgabe des "Cavallino"-Magazins, Ausgabe Oktober/November 1996, angeboten.
250.000 bis 450.000 Euro Schätzpreis
Aufgrund der einwandfreien Historie und des prominenten Vorbesitzers fällt der Schätzpreis mit 250.000 bis 450.000 Euro entsprechend hoch aus. Die günstigsten Ferrari 550 Maranello werden aktuell ab etwa 120.000 Euro gehandelt – doch die wurden auch nicht von Michael Schumacher höchstpersönlich gefahren.
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