Bei Ferrari bezog sich der traditionsreiche Name Testarossa ursprünglich auf die rot lackierten Zylinderköpfe und wurde erstmals beim 250 Testa Rossa – einem erfolgreichen Rennwagen im Langstreckenrennsport der 1950er-Jahre – als Typbezeichnung verwendet. In den 1980er-Jahren griff Ferrari den Namen beim Straßenmodell Testarossa wieder auf – jetzt feiert er ein Comeback.
Der 849 Testarossa ist Ferraris neues Plug-in-Hybrid-Flaggschiff. Der 1050 PS (772 kW) starke Supersportwagen kombiniert einen überarbeiteten Twin-Turbo-V8 mit drei Elektromotoren und soll 2026 als Coupé und als Cabrio den SF90 Stradale und den SF90 Spider ablösen.
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Der V8-Motor leistet allein 830 PS und erhält neue Zylinderköpfe, Abgaskrümmer und Turbolader (die größten, die jemals in einem Serien-Ferrari verbaut wurden). Dazu kommen drei Elektromotoren, die zusammen bis zu 220 PS beisteuern.
Zwei E-Aggregate sitzen an der Vorderachse und ermöglichen die Drehmomentverteilung in Kurven. Sie können bis 210 km/h Leistung beisteuern; der dritte Motor – zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe platziert – liefert darüber hinaus noch die volle Leistung.
Ferrari 849 Testarossa
Das Design des 849 Testarossa mit dem schwarzen Design-Element zwischen den Scheinwerfern ist ein wenig an den Ferrari 12Cilindri angelehnt.
Bild: Ferrari
Im Elektromodus wird der 849 Testarossa ausschließlich über die Vorderräder angetrieben und ist auf 129 km/h begrenzt. Der 7,45-kWh-Akku an Bord soll eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern ermöglichen. Das ist nicht viel, reines elektrisches Fahren steht beim 849 Testarossa aber auch nicht im Vordergrund – es geht vor allem um Performance.

Nach 6,3 Sekunden fällt die 200 km/h-Marke

Damit soll der Supersportler seinen Vorgänger SF90 Stradale in den Schatten stellen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll dem Coupé in nur 2,2 Sekunden gelingen; nach 6,3 Sekunden liegt laut Hersteller Tempo 200 an. Der Spider wird aufgrund seines höheren Gewichts geringfügig langsamer sein. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei beiden Versionen mit über 330 km/h angegeben. Ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe ist die einzige Option.
Optisch ähnelt der 849 Testarossa dem SF90 und dem Daytona SP3, setzt jedoch stärker auf Retro-Anleihen. Die großen seitlichen Lufteinlässe sind in die Türen integriert. Das Doppelheck-Design mit nach vorn gerückter Kabine ist vom 512 S inspiriert. Die Frontpartie mit brückenartigem, horizontalem Design, das die Scheinwerfer verbindet, erinnert an Ferrari-Modelle aus den 1980er-Jahren.

Basispreis dürfte bei rund 450.000 Euro liegen

Was den Preis des 849 Testarossa angeht, hält sich Ferrari derzeit noch sehr bedeckt. Es ist aber davon auszugehen, dass der Sportwagen teurer wird als sein Vorgänger SF90 Stradale. Der startete zuletzt bei 435.000 Euro, der SF90 Spider sogar bei 478.000 Euro. Ein Grundpreis von rund 450.000 Euro ist durchaus denkbar.