Enzo-Nachbau

Ferrari Enzo-Nachbau auf Basis eines Pontiac Fiero

Enzo des Schreckens

Auf der Monterey Car Week wurde ein Nachbau eines Ferrari Enzo ausgestellt. AUTO BILD hat sich das automobile Kunstwerk genauer angeschaut!
Wenn Enzo Ferrari von diesem Auto wüsste! Auf Basis des US-Mittelmotor-Sportwagens Pontiac Fiero hat ein furchtloser Designer diesen – naja, sagen wir mal – speziellen Ferrari Enzo-Nachbau auf die Räder gestellt. Ausgestellt wurde der "F(ak)errari" auf The Quail und dem Concours d'Lemons im Rahmen der Monterey Car Week 2019.

Pontiac-Plastik statt Ferrari-Carbon

Plastik und digitale Instrumente – im Innenraum sieht der Enzo noch stark nach Fiero aus.

©AUTO BILD / Peter R. Fischer

Dann gucken wir uns das "gute" Stück mal ganz genau an: Die Form der Scheinwerfer ist noch recht nah am Original aus dem Jahr 2002. Mit etwas gutem Willen geht die Front mit der charakteristischen Nase so gerade als gelungen durch – das Ferrari-Logo sitzt dazu an der richtigen Stelle. Felgen und Bremsanlage sind dagegen meilenweit entfernt vom echten Enzo. Die Räder verlieren sich in den Radhäusern. Beim Cockpit gibt es Pontiac-Plastik statt Ferrari-Kohlefaser. Die Replika verfügt dank der Fiero-Gene neben digitalen Anzeigen über einen analogen Drehzahlmesser. Gar nicht übel, denn auch der Enzo von Ferrari hat eine analoge Drehzahlanzeige und einen Nadel-Tacho neben einem kleinen Bildschirm für alle weiteren Einblendungen.

Kreative Rückleuchten im 50er-Jahre-Stil

Der Fake-Enzo ist bereits durch die Youtuber CAR BROS bekannt geworden. 

©AUTO BILD / Peter R. Fischer

Am Heck verließ den Enzo-Nachbauer dann aber etwas der Wille zur Originalität. Vier mittige Endrohre? Also bitte, ein Enzo ist doch keine Corvette. Auch der Torbogen-förmige Luftauslass über den Endrohren wirkt fragwürdig. Unter Glas: Der V12 – ob darunter allerdings wirklich 12 Kolben auf- und abtanzen, bezweifeln wir erheblich! Trotz passender Verkabelung. Kreativ ist die Rücklichtkonstruktion, die aus den 50ern zu stammen scheint, als in den USA das Thema Düsenjäger angesagt war. Übrigens sei erwähnt, dass wir uns natürlich nicht über die kreative Arbeit des Designers lustig machen wollen, die in jeder Hinsicht beeindruckend ist. Dass er oder sie das Machwerk durchaus selbstironisch betrachtet haben dürfte, beweist nicht zuletzt das Nummernschild. "1BADENZO" – ein böser oder schlechter Enzo, je nach Lesart.

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Fotos: AUTO BILD / Peter R. Fischer

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