Ferrari Luce: erstes Elektroauto der Italiener
Vor der Luce-Premiere: Designer Jony Ive zeigt sich "nervös"

Ferrari Luce: Die Bedeutung des ersten Elektromodells für die Marke ist so groß, dass selbst Designer Jony Ive "nervös" ist.
Bild: Ferrari
Jetzt dauert es nicht mehr lange: Voraussichtlich im Mai wird Ferrari sein erstes vollelektrisches Modell präsentieren. Der Luce (italienisch für "Licht") markiert nicht weniger als einen Meilenstein für die Traditionsmarke.
Schon seit Jahren gibt es Spekulationen um den Elektro-Ferrari, der lange den Codenamen Elettrica trug. Ferrari selbst streut mittels einer ausgeklügelten Teaser-Strategie immer wieder häppchenweise neue Informationen. Ende 2025 wurden die ersten offiziellen technischen Daten veröffentlicht (über 1000 PS und 530 Kilometer Reichweite). Kürzlich zeigten die Italiener zudem das Cockpit des auf den Namen Luce getauften Elektro-Ferrari. Der Innenraum im Retro-Look mit einer Vielzahl klassischer Tasten, Schalter und sogenannter Hybrid-Instrumente polarisiert – so viel ist klar.
Auch das Exterieur-Design soll dem Cockpit in nichts nachstehen und wie aus einem Guss wirken. Fest steht: Der Luce wird ein Meilenstein für Ferrari. Die Bedeutung des ersten Elektro-Ferrari ist für die Marke so groß, dass selbst Designer Jony Ive "nervös" ist, wie er dem Magazin "Autocar" kürzlich in einem Interview verriet.
Design vom Ex-Apple-Designer
Bereits vor Monaten gaben die Italiener bekannt, dass der Luce nicht im hauseigenen Designstudio entworfen wird. Stattdessen holte sich Ferrari Unterstützung vom US-Designkollektiv "LoveFrom", dessen Gründer Jony Ive viele Jahre für Apple tätig war. Vereinfacht gesagt: Maranello trifft auf Silicon Valley.

Das Retro-Cockpit hat unter Fans für reichlich Diskussionen gesorgt. Wie wird es da erst beim Außendesign?
Bild: Ferrari
Im Interview erklärt Ive: "Der Luce (Anm. d. Red.) ist klar als Ferrari zu erkennen (…), doch es handelt sich um eine andere Erscheinungsform, die auf bestimmten Überzeugungen hinsichtlich Einfachheit und (…) Schönheit von Dingen beruht." Laut des iPhone-Designers war es von Beginn an das Ziel, Interieur und Exterieur als gestalterische Einheit zu entwickeln – etwas, das seiner Ansicht nach am besten gelingt, wenn der gesamte Prozess aus einer Abteilung kommt. Co-Designer Marc Newson ergänzt, die Aufgabe, den ersten elektrischen Ferrari aller Zeiten zu gestalten, sei eine große Herausforderung gewesen. Ferrari habe dem Team jedoch viele Freiheiten eingeräumt.
Luce wird ein Viertürer
Konkrete Informationen zum finalen Design gibt es bislang kaum. Die weiterhin stark getarnten Prototypen deuten darauf hin, dass der Elettrica eine Art Crossover werden könnte – das Wort SUV ist in Maranello schließlich verpönt. Sicher ist: Das neue Modell wird ein Viertürer. Bis zur Präsentation des mutmaßlich rund 500.000 Euro teuren Elektro-Ferrari müssen wir uns noch etwas gedulden.
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