Feuerwehr appelliert: liegende Pylone an der Straße nicht aufstellen
Liegende Pylone am Straßenrand kann Leben retten

Wenn sie am Straßenrand eine liegende Pylone sehen – auf keinen Fall wieder aufstellen! Denn so platziert, kann sie möglicherweise Leben retten.
Bild: Feuerwehr Wesertal - Lippoldsberg
Ist ihnen am Straßenrand auch schon mal eine liegende rot-weiß gestreifte Pylone aufgefallen? Ein Versehen? Sollte man sie also am besten wieder aufstellen? Bei vielen Menschen ist das der erste Impuls. Doch genau das sollte man nicht. Denn diese Pylone (oder der Leitkegel) kann in dem Fall möglicherweise Leben retten!
Die Fahrtrichtung wird angezeigt
Darauf weist zum Beispiel die Feuerwehr Wesertal – Lippoldsberg hin. In einem Facebook-Post erklärt sie, dass die Pylone zur Orientierung dient und eingesetzt wird: "Dieser Leitkegel ist nicht umgefallen, sondern dient als Wegweiser für nachrückende Einsatzkräfte. So kann die Einsatzstelle im Wald oder im Feld schneller gefunden und gelöscht werden." Denn die Spitze der Pylone zeigt die Fahrtrichtung an.
Vor allem dann, wenn die Felder und Wälder extrem trocken sind und Brände drohen, ist ein schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte erforderlich, und damit auch das Nachrücken einer notwendigen Verstärkung.
Der Hintergrund: Das System hat sich über die Jahre entwickelt, weil es einfach funktioniert – und dabei oft besser als technische Einrichtungen. Deshalb hat jedes Einsatzfahrzeug solche Kegel dabei.
Wertvolle Minuten im Einsatz
Ein gut gemeintes Aufheben der Pylone kann daher schnell nach hinten losgehen und die nachrückende Feuerwehr möglicherweise wertvolle Minuten kosten.
Eine Facebook-Nutzerin bringt es unter dem Post der Feuerwehr auf den Punkt: "Das muss echt viel mehr publik werden! Ich hab schon öfter diese 'umgefallenen' Kegel gesehen – und leider auch schon aufgestellt. Ich finde es schlicht genial, die Kegelform als Pfeil zu verwenden, aber wenn eine gewollte Funktionsumdeutung wie eine ungewollte Fehlfunktion aussieht, braucht's breit gestreute Aufklärung." Gut, dass der Post schon fast 14.000 Mal geteilt wurde.
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