Stellantis, einer der größten Automobilkonzerne der Welt, hat den Rückruf mehrerer großer Transporter-Baureihen bekannt gegeben. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen fehlerhafte Kraftstoffrücklaufleitungen das Problem sein. Offenbar entsprechen die Leitungen bei zahlreichen Kastenwagen nicht den vorgesehenen Spezifikationen, was zu Kraftstoffverlust führen kann.
Besonders Camper dürften betroffen sein, denn die Baureihen Fiat Ducato, Citroën Jumper, Opel Movano und Peugeot Boxer sind beliebte und weit verbreitete Basisautos für Reisemobile in der Kompaktklasse. Es geht um Fahrzeuge, die zwischen dem 6. November 2024 und dem 21. Juli 2025 in den italienischen Stellantis-Werken produziert worden sind. Das sind nach Angaben des Unternehmens rund 24.200 Autos.

Brandgefahr durch fehlerhafte Kraftstoffleitungen

In Deutschland handelt es sich nach ersten Angaben offenbar um 796 Modelle des Citroën Jumper sowie 277 Modelle des Peugeot Boxer. Angaben für Fiat Ducato und Opel Movano liegen noch nicht vor. Die Rückrufaktionen laufen unter den internen Codes GN3 und MZA für Citroën und Peugeot sowie KTY und F52Y für Opel Movano und Fiat Ducato.
Die Kraftstoffleitungen werden vor Ort geprüft und gegebenenfalls getauscht. Nach Angaben des Herstellers dauert der Termin zwischen 12 und 90 Minuten. Fehlerhafte Kraftstoffleitungen sind problematisch, weil dadurch Sprit austreten und auf heiße Bauteile im Motorraum tropfen kann – im schlimmsten Fall kann das zu einem Brand führen. Halter betroffener Fahrzeuge sollen vom Hersteller oder Vertragspartner informiert werden.