Fiat Panda 4x4 (1986): Auktion
Darum könnte dieser Fiat Panda 40.000 Euro kosten

Bild: rmsothebys.com
Zwischen 1980 und 2003 wurde der Fiat Panda (Typ 141) über vier Millionen Mal gebaut. Und mittlerweile bieten die Italiener mit dem kürzlich präsentierten Grande Panda die so gesehen vierte Generation der Ikone an. Für Fans ist jedoch der Typ 141 der einzig wahre Panda. Frühe Modelle und die praktisch unkaputtbaren Panda 4x4 sind inzwischen gesuchte Klassiker. Die Preise steigen!
Für absolute Top-Exemplare des Panda 4x4 werden mittlerweile 15.000 Euro und mehr aufgerufen. Seltene Sondermodelle wie der 4x4 Sisley können sogar 20.000 Euro kosten. Beim renommierten Auktionshaus RM Sothebys wird Ende April ein Fiat Panda 4x4 versteigert, der auf den ersten Blick unscheinbar aussieht, jedoch einen Schätzpreis von 20.000 bis 40.000 Euro besitzt. Der Grund für den Preisaufschlag ist der prominente Erstbesitzer: Der kleine Kraxler war im Besitz von Gianni Agnelli, dem einstigen Fiat-Boss!

Die Technik des Fiat Panda ist rudimentär, funktioniert aber. Der zuschaltbare Allradantrieb des 4x4 wurde von Steyr Puch entwickelt, das Auto in Österreich gebaut.
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Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie noch nie von Agnelli gehört haben, eine ganz kurze Geschichtsstunde: Gianni Agnelli, der eigentlich Giovanni heißt, wurde 1953 im Alter von 32 Jahren Vize-Präsident von Fiat, ehe er 1966 die Leitung des Konzerns übernahm. Unter Agnelli avancierte Fiat zu einem der größten Autohersteller der Welt. Dabei blieb Agnelli jedoch nicht frei von Kritik, wobei das Stoff für einen separaten Artikel wäre.
Erstbesitzer Gianni Agnelli
1996 trat Gianni Agnelli offiziell zurück, pflegte aber weiterhin enge Verbindungen zu Fiat. Am 24. Januar 2003 verstarb Agnelli im Alter von 81 Jahren. Nur zwei Jahre vor seinem Tod trennte er sich nach 15 Jahren von dem hier angebotenen Fiat Panda 4x4, den er im Februar 1986 als Neuwagen in Empfang nahm.
Im Anschluss wechselte der Panda mehrfach den Besitzer, befindet sich aktuell in fünfter Hand. Mit knapp 120.000 Kilometern auf der Uhr entschied sich der aktuelle Besitzer, der den Panda vor etwa fünf Jahren kaufte, den kleinen Allradler aufwendig zu restaurieren und ihn in den Zustand zurückzuversetzen, in dem ihn Agnelli im Februar 1986 ausgeliefert bekam.

Kein Luxus, dafür überraschend viel Platz. Der Innenraum gleicht einem schlichten Arbeitsplatz.
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Vollständig restauriert
Anhand der Bilder scheint das Vorhaben geglückt zu sein, denn trotz des Kilometerstands von ganz genau 119.768 präsentiert sich der kantige Kleinwagen in einem hervorragenden Zustand. Rost an den Türkanten oder Beschädigungen im Allgemeinen sucht man bei diesem Exemplar vergeblich. Auch der kleine Vierzylinder wurde im Rahmen der Restauration überarbeitet. Und auch wenn der originale Panda mittlerweile zum Lifestyle-Kleinwagen mutiert ist, so wird er vor allem in Italien und in der Schweiz von seinen treuen Fans noch tagtäglich eingesetzt und überzeugt vor allem mit seiner Geländegängigkeit und der Robustheit.
Dieser voll restaurierte Fiat Panda 4x4 mit prominentem Vorbesitzer dürfte hingegen etwas zu schade für den täglichen Einsatz in den Bergen sein und wird sich vermutlich besser als Accessoire in St. Moritz machen. In jedem Fall ist der kleine Panda 4x4 sofort einsatzbereit – das nötige Kleingeld vorausgesetzt!
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