Rolls-Royce. Baustelle. Firmenwagen. Das sind drei Wörter, die eigentlich so gar nicht zusammenpassen. Und trotzdem verrät Maximilian Mies, Regional Sales Manager Rolls-Royce, beim AUTO BILD Firmenwagen-Award: "Wir haben Kunden, die fahren jeden Tag mit dem Rolls-Royce zur Baustelle."
Kein Witz und kein Versprecher: In der Importwertung "Beste Oberklasse" haben die AUTO BILD-Leser ein Auto zum Sieger gewählt, das früher eher vor Opernhäusern parkte als vor Baucontainern: den Rolls-Royce Spectre. Vollelektrisch, über 580 PS, fast drei Tonnen schwer – und offenbar auch erstaunlich alltagstauglich.

Premiere für Rolls-Royce

Trotzdem ist selbst Rolls-Royce überrascht. "Das ist tatsächlich der erste Preis für uns in dieser Kategorie", sagt Mies. "Wir haben viele Auszeichnungen bekommen – aber diese hier ist neu."
Der Rolls-Royce Spectre ist das erste vollelektrische Modell der britischen Luxusmarke.
Bild: Rolls-Royce
Verantwortlich ist der erste vollelektrische Rolls-Royce der Geschichte. "Elektromobilität passt perfekt zu uns", erklärt Mies. "Die Fahrzeuge sind leise, sauber und haben diese Mühelosigkeit, für die wir stehen." Aber warum funktioniert Elektromobilität bei Rolls-Royce, während andere Luxusmarken noch zögern? Die Antwort liegt in der Käuferschicht. "Es gibt nicht den einen Rolls-Royce-Kunden", erklärt der Auto-Manager. "Die Menschen haben unterschiedliche Hintergründe und nutzen die Autos sehr unterschiedlich."

Luxus hat seinen Preis

Bei allen gleich: Für 389.000 Euro aufwärts bekommt der solvente Firmenkunde einen luxuriösen Gleiter mit dem Fahrgefühl eines fliegenden Teppichs.
Die 102-kWh-Batterie ist tief im Aluminium-Spaceframe integriert. Das senkt den Schwerpunkt und sorgt für die berühmte Ruhe an Bord. Bis zu 520 Kilometer Reichweite sind laut WLTP drin. Typisch Rolls-Royce sind die gegenläufig öffnenden Türen, innen mit beleuchteten Starlight-Panels (über 4700 Lichtpunkte). Dazu kommt das weiterentwickelte "Planar"-Fahrwerk mit einem Kamerasystem, das die Straße vorausschauend scannt und Unebenheiten glatt bügelt, bevor sie spürbar werden.
Selbst die Kühlerfigur "Spirit of Ecstasy" wurde für weniger Luftwiderstand und mehr Effizienz aerodynamisch neu gezeichnet. Maximaler Luxus und minimaler Stress auf dem Weg zur Arbeit. Genau deshalb funktioniert der Spectre nicht nur vor der Oper, sondern eben auch auf der Baustelle. Mies erklärt: "Wir werden als Marke immer nahbarer, immer moderner – und das auch dank der Brücke zur Elektromobilität."

Ein Sieg gegen das Klischee

Das Leser-Votum schlägt dabei ein Klischee. "Natürlich wirkt ein Rolls-Royce als Preisträger beim Firmenwagen-Award auf den ersten Blick komisch", räumt auch Mies ein. "Aber am Ende des Tages hat der Leser immer recht."
Und der sagt: Ein Luxusauto darf elektrisch sein. Und ein Firmenwagen darf auch ein Rolls-Royce sein.