Förder-Aus für Elektroautos
Förderstopp für E-Autos könnte zu Verlusten führen

–
Studie warnt: Staatliche Einsparungen durch das Ende der E-Auto-Förderung könnten geringer ausfallen, als erwartet.
Bild: Hyundai
(dpa/AUTO BILD/KI) Die jüngste Entscheidung zur Beendigung der Elektroauto-Förderung könnte gemäß einer neuen Studie möglicherweise weniger finanzielle Einsparungen für den Staat mit sich bringen als zunächst angenommen.
Der regelmäßig erscheinende CAR-Auto-Report zum Neuwarenmarkt legt dar, dass bei einem unveränderten Verkaufsniveau von Elektroautos an Privatkunden eine Einsparung von etwa 510 Millionen Euro möglich wäre. Jedoch würde ein Rückgang des Absatzes um 10 Prozent die Einsparsumme auf 350 Millionen Euro reduzieren, da auch die Ausfälle bei der Mehrwertsteuer berücksichtigt werden müssen.
Nullsummenspiel droht
Sollte es zu einem Absatzrückgang von 42 Prozent kommen, wie es bereits bei der Einstellung der Förderung für gewerbliche Kunden der Fall war, könnten die Mindereinnahmen aus der Umsatzsteuer die eingesparten Fördergelder um rund 176 Millionen Euro übersteigen. Dies würde für den Staat einen finanziellen Verlust bedeuten. Ein Ausgleich, also ein Nullsummenspiel, entstünde, falls der Verkauf von E-Autos um 32 Prozent zurückgehen würde.
Die Autoren der Studie kritisieren die Entscheidung der Bundesregierung zur Abschaffung des Umweltbonus für Elektrofahrzeuge und verweisen darauf, dass die erhofften Einsparungen geringer ausfallen dürften.
In ihrer aktuellen Markteinschätzung heben die Experten zudem hervor, dass nach wie vor eine deutliche Preisdifferenz zwischen Elektroautos und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren besteht. Sie betonen die Notwendigkeit für deutlich kostengünstigere E-Modelle. Aktuell bieten Volkswagen und Dacia, letzterer insbesondere zum Markteinstieg, die höchsten Rabatte auf Elektroautos an.
Service-Links