Ford B-Max: TÜV-Report 2026
Ford B-Max: Multi-Tool im TÜV-Check

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Nur fünf Jahre lang baute Ford diesen ausgefallenen kleinen Van: Seine Schiebetüren ohne Pfosten eröffnen ein großes Einpacktalent, doch unterm Blech hakt es oft.
Bild: Angelika Emmerling
Worauf Gebrauchtwagenkäufer beim Ford B-Max achten sollten: Hier kommen die wichtigsten Infos aus dem aktuellen TÜV-Report!
Ford B-Max
- Bauzeit: 2012 bis 2017
- Motoren: von 75 PS (1.5 TDCi) bis 140 PS (1.0 EcoBoost)
- Gebrauchtpreis: ab 3000 Euro
Das ist er: Einer der seltenen Vans unter den Kleinwagen. Auf 4,08 Meter Länge zaubert der B-Max höheres Sitzen und reichlich Platz mit einem speziellen Trick: Hinten hat er Schiebetüren, dafür keine B-Säulen. So öffnet sich auf beiden Seiten eine anderthalb Meter breite Einstiegsluke, die etwa den Zugang zu Kindersitzen erleichtert. Die hinteren Türen wurden verstärkt, sodass die Sicherheit voll gewährleistet ist. Im Crashtest bekam der Ford fünf Sterne, er hat sieben Airbags, davon einen für die Knie.

Fürs Zuziehen der originellen Schiebetüren von innen benötigt man ordentlich Kraft.
Bild: Meiners
Das kann er: Stadttaugliche Wendigkeit mit großem Alltagsnutzen verbinden, denn sein Innenraum ist ein echtes Faltwunder. Der normale Kofferraum mit 318 Litern bietet etwa Golf-Format, zudem lassen sich Rückbank und auch der Beifahrersitz umlegen, sodass Baumarkteinkäufe bis zu 2,35 Meter Länge hineinpassen. Dabei fährt sich der B-Max wie sein Technikspender Fiesta straff und agil, die Rundumsicht dagegen ist vor allem nach hinten eher bescheiden. Manche Nutzer kritisieren die aus ihrer Sicht zu schwergängigen Schiebetüren. Bei den Motoren dominiert der 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder, meist mit 125 PS. Seltener sind die älteren Saugbenziner (90 und 105 PS) und das Doppelkupplungsgetriebe. Vielfahrern bietet sich der stärkere von zwei Dieseln (75/95 PS) an. Tipp: der unkomplizierte 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS und Handschaltung.
Das macht Ärger: Der Ecoboost verlangt regelmäßige Ölwechsel, sonst kann sich sein Zahnriemen regelrecht auflösen. Auch die Katalysatoren der Turbobenziner gelten als anfällig. Rückrufe betrafen einen Schlauchanschluss am 1.0-EcoBoost und 2017 ein defektes Nockenwellenrad im schwächeren Diesel.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Im Alter steigt beim B-Max die Mangelquote der Achsaufhängungen (ausgeschlagene Trag-/Führungsgelenke). Auch gebrochene Federn führen zu Werten über dem Schnitt. Bei Lenkgelenken der Jüngeren wird häufiger ein ausgeschlagener Spurstangenkopf moniert. Als zuverlässig werden die Lenkanlage und Antriebswellen bewertet.
Licht
Kein Lichtblick. Bis aufs Abblendlicht der drei jüngeren Jahrgänge und die Blinker/Warnblinker der beiden ältesten Jahrgänge produziert der B-Max in allen Disziplinen mehr Mängel als im Durchschnitt.
Bremsen
Hier zeigt der Ford vorbildliche Werte, auch die älteren Jahrgänge lassen nicht nach. Die Funktion von Fuß- und Feststellbremse bleibt durchweg stabil, Bremsschläuche und -leitungen sind top. Die Bremsscheiben werden seltener moniert als sonst.
Umwelt
Die jüngsten B-Max leiden unter Ölverlust und überdurchschnittlich oft an beschädigten Flexrohren der Abgasanlagen. Mängel am Motormanagement kommen an älteren Modellen gelegentlich vor, bleiben aber im Vergleich unter dem HU-Durchschnitt.
Mängeleinteilung*
Alter | Ø Laufleistung in km | Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher |
|---|---|---|---|---|---|
6-7 Jahre | 61.000 (Ø 88.000) | 78,7 (Ø 78,8) | 7,3 (Ø 7,6) | 14,0 (Ø 13,6) | 0,0 (Ø 0,0) |
8-9 Jahre | 76.000 (Ø 112.000) | 73,6 (Ø 71,7) | 9,7 (Ø 10,0) | 16,6 (Ø 18,3) | 0,0 (Ø 0,0) |
10-11 Jahre | 95.000 (Ø 131.000) | 66,5 (Ø 64,7) | 12,2 (Ø 12,4) | 21,2 (Ø 22,9) | 0,1 (Ø 0,0) |
12-13 Jahre | 108.000 (Ø 150.000) | 56,2 (Ø 56,0) | 13,0 (Ø 15,5) | 30,8 (Ø 28,4) | 0,1 (Ø 0,1) |
Fazit
Ein interessantes Multitool, dieser B-Max, den junge Familien und Senioren für seine vielseitigen Talente schätzen. Seine ausgefallenen Schiebetüren sind eine Rarität im Gebrauchtmarkt, doch die HU-Bilanz ist trotz geringer Laufleistungen durchwachsen. Defekte Achsaufhängungen, mangelhafte Abgasanlagen und anfällige Turbobenziner verlangen ein prüfendes Auge. Gut: Die soliden Bremsanlagen.
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