Ford Escort MK1 RS Restomod
Ein Ford Escort RS als Restomod zum Supersportwagen-Preis

Bild: Ford Motor Company
Der Ford Escort RS ist eine Ikone des Motorsports. 1967 ursprünglich ohne Rücksicht auf die Anforderungen des Motorsports entwickelt, hatte Ford den Escort bereits in der frühen Vorserienphase auch mit Teilen des Lotus Cortina wie dem Lotus-Doppelnockenwellenmotor versehen – der Escort RS war geboren. Jetzt bringt eine kleine Sportwagenschmiede aus England namens Boreham Motorworks den Klassiker in streng limitierter Auflage wieder zurück auf die Straße.
Nur rund 800 Kilogramm Leergewicht
Im Gegensatz zu vielen anderen ähnlichen Projekten handelt es sich bei diesem Fahrzeug nicht unbedingt um einen Restomod, da der Escort nicht auf dem Originalauto basiert. Stattdessen lizenziert das Unternehmen die OEM-Blaupausen von Ford, um seine eigenen Escort auf altmodische Weise, aber unter Nutzung der neuesten Technologie zu produzieren. Da Karosserie und Strukturteile aus Kohlefaser bestehen, soll eine komplett zusammengebaute Karosserie laut Boreham nur 800 Kilogramm wiegen.

Die Optik ehrt den Kult-Escort mit seinen klaren Linien, die Leuchten sind neu und mit LED-Technik bestückt.
Bild: Ford Motor Company
Optisch ehrt der neue Escort RS das Originalmodell, behält die klaren Linien seines Vorgängers bei und modifiziert die Hardware unter dem Blech. Es gibt zwei Motor-Optionen: ein 185 PS starkes 1,8-Liter-Aggregat und eine 2,1-Liter-Maschine. Letztere bietet Performance-orientierten Nutzern 300 PS, das Drehzahlband reicht bis 10.000 Touren. Geschaltet wird per Hand über fünf Gänge.
Noch roher wird das Fahrverhalten dadurch, dass sämtliche elektronische Helferlein fehlen – Antiblockiersystem (ABS), Servolenkung, Traktionskontrolle und Co gibt es also nicht. Im Innenraum nehmen die Insassen in Sportschalensitzen Platz, ein Überrollkäfig sorgt für mehr Steifigkeit in der Karosserie. Ausgeschmückt wird das Interieur mit Verkleidungen aus Alcantara und Leder. Darüber hinaus gibt's optional einen Vierpunkt-Gurt und Carbon-Ablagefächer für einen Helm hinter den Sitzen. Die Anzeigen sind klassisch und analog.
Neuer Escort RS kostet über 300.000 Euro
Etwas Komfort liefern eine Klimaanlage und ein Mini-Infotainmentsystem. Mit den Systemen moderner Fahrzeuge mit ihren riesigen Displays kann das Infotainment nicht mithalten, dafür wurde es aber auch nicht gemacht.

Klassische Rundinstrumente und Drehknöpfe zieren den Innenraum, das Mini-Infotainment fällt beinahe nicht auf.
Bild: Ford Motor Company
Wer jetzt darüber nachdenkt, sich so einen Escort RS vor die Tür zu stellen, der braucht ein gut gedecktes Bankkonto: Eines der nur 150 durchnummerierten Exemplaren soll zu Preisen von 295.000 Pfund angeboten werden, nach aktuellem Wechselkurs sind das rund 355.000 Euro. Im Sommer 2025 soll die Neuauflage des Klassikers vorgestellt werden, die ersten Auslieferungen plant Boreham Motorworks für das letzte Quartal 2025.
Fazit
Der Escort RS von Boreham Motorworks zeigt auf eine schöne Weise, dass ein modernes Auto auch mit klassischer Optik funktionieren kann. Leistung und Gewicht klingen nach einer echt spaßigen Kombination, der sehr hohe Preis von über 300.000 Euro sorgt allerdings für ein paar Tränen in den Augen.
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