Zur NAIAS 2008 (13. bis 27. Januar) lässt Ford die Studie "Explorer America Concept" vom Stapel. Der dynamische Leisetreter führt die aktuelle Strategie vieler Autobauer im amerikanischen SUV-Segment fort: Bulliges Auftreten gepaart mit ganz viel Platz und Stauraum – und das in Verbindung mit kleinem Motor und geringem Verbrauch. An Stelle eines fetten V8-Aggregats steckt in der Studie ein (relativ) sparsamer Zweiliter-Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum und EcoBoost-Technologie. Damit trotz des kleinen Triebwerks ordentlich Druck aufgebaut werden kann, hat Ford dem Konzept eine Direkteinspritzung nebst Turboaufladung verpasst. Ergebnis: stolze 275 PS und 380 Newtonmeter Drehmoment. Als zweite Motorisierung steht ein 3,5-Liter-V6 mit Biturboaufladung, Direkteinspritzung, 340 PS und 475 Newtonmeter zur Verfügung. Ford verspricht für diese beiden Motoren 20 bis 30 Prozent weniger Verbrauch gegenüber dem aktuellen V6-Explorer.

Viel Platz und freie Sicht

Äußerlich zeigt der Verzicht auf den für Geländegänger typischen Leiterrahmen einen deutlichen Blick auf die künftige SUV-Generation auf dem US-Markt. Die selbsttragende Karosserie spart Gewicht – dadurch wird der Verbrauch zusätzlich gesenkt. Mit seinen drei Sitzreihen soll der "America" den Reise-Ansprüchen einer US-Großfamilie voll entsprechen. Ein großes Panorama-Glasdach lässt die Sonne rein und gewährt allen Insassen – in Kombination mit den hinteren Seitenscheiben, die sich um die C-Säulen herumwölben – einen prima Rundumblick. Große Alu-Räder unter bulligen Radhäusern sowie der wuchtige Powerdome auf der Motorhaube verleihen dem Explorer ein äußerst kraftvolles Erscheinungsbild – auch wenn das Innenleben unter der Motorhaube vergleichsweise mickrig ausfällt. Für amerikanische Verhältnisse, versteht sich.