In Colorado gerieten gleich drei Prototypen des Ford GT in eine Tempokontrolle. Tempo 80 war erlaubt – das sportliche Trio fuhr deutlich schneller!
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Christoph Richter
Ford GT als Temposünder: Wann erwischt man schon den Prototypen eines Supersportlers?
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Das dürfte die Chefs bei Ford nicht erfreuen: In Glenwood Canyon, im US-Bundesstaat Colorado, hat die örtliche Polizei nicht einen, nicht zwei, sondern gleich drei Prototypen des neuen Ford GT aus dem Verkehr gezogen. Die Polizisten hielten die drei Vorserienmodelle aber nicht an, weil sie Amerikas neuen Spitzensportler begutachten wollten, sondern weil die GT deutlich zu schnell waren: Statt der erlaubten 50 Meilen pro Stunde (gut 80 km/h) hatte das Trio laut vaildaily.com satte 101 mph (162 km/h) drauf. In den finanziellen Ruin treibt das Ford aber nicht: In Colorado liegen die Kosten für ein Knöllchen zwischen 15 und 100 Dollar. Stuft die Polizei die Fahrt als "Reckless driving" (rücksichtsloses Fahren) ein, sind es maximal 300 Dollar.
Der Mittelmotor im Ford GT ist ein Sechszylinder mit mehr als 600 PS.
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Im neuen Ford GT arbeitet ein 3,5 Liter großer Sechszylinder mit mehr als 600 PS – exakte Daten und Fahrleistungen hat Ford noch nicht bekannt gegeben. Dazu setzt Ford auf extremen Leichtbau unter Verwendung von Aluminium und kohlefaserverstärktem Kunststoff. Ursprünglich sollte es für den GT nur 500 glückliche Kunden geben. Beim ersten Bewerbungsverfahren gab es jedoch mehr als 6500 Interessenten. Deswegen stockt Ford die Produktion bis 2018 auf 1000 Exemplare auf. Einen Preis nennt Ford noch nicht, AUTO BILD erwartet einen Grundpreis von mindestens 300.000 Euro.
Ford GT (2018)
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Der Ford GT fährt in die nächste Runde! Die für die Homologation nötigen 1000 Exemplare waren blitzschnell ausverkauft und sollen bis Ende 2020 ausgeliefert werden. Ford hatte rund sechsmal so viele Anfragen und musste den GT sorgfältig an die Kunden verteilen, die den ...
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... Supersportwagen nicht in der Garage lassen, sondern auch regelmäßig fahren wollen. Immerhin elf Stück sollen bisher in Deutschland unterwegs sein! Jetzt werden bis Ende 2022 zusätzlich 350 Stück im kanadischen Werk in Markham gebaut – und Ford öffnet das Bewerbungsfenster noch mal. Ab sofort können sich ...
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... potenzielle Kunden über www.fordgt.com neu bewerben. Der Basispreis liegt in Deutschland bei etwa 540.000 bis 550.000 Euro. Mit ein paar Optionen, darunter Carbonfelgen, können auch schnell 600.000 Euro fällig werden. Trotzdem ist der GT eine gute Anlage: Der aktuelle Marktwert dürfte inzwischen siebenstellig sein. Dafür gibt es nicht nur die dritte Generation des legendären GT, sondern auch den Le Mans-Sieger der GTE-Pro-Klasse von 2016.
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Innenraum: Das Einsteigen ist trotz Flügeltüren kein großes Problem. Der Innenraum des Ford GT ist eine Kanzel – viel Platz gibt es nicht. Wer eine bequeme Sitzposition gefunden hat, sitzt aber richtig gut. Gefühlt ist ein Lamborghini Aventador enger als der Ford GT. Erst über 1,85 Meter wird es mit ...
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... der Kopffreiheit etwas knapp. Der Blick nach vorne ist gut, die filigranen, freistehenden Spiegel erinnern an den Ferrari LaFerrari. Nach hinten gibt es ein kleines Fenster, durch das man perfekt dem aktiven Spoiler zuschauen kann. Abgesehen davon ist das Cockpit extrem reduziert. Für Fahrer und Beifahrer gibt es jeweils zwei Lüftungsdüsen, die direkt in der Tür sitzen und mit aufschwingen.
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Das große digitale Display wird vom mittigen Drehlzahlmesser dominiert. Das kleine Navi-Display ist ins Armaturenbrett eingelassen und hat immerhin eine Rückfahrkamera – das ist bei der bescheidenen Rundumsicht auch besser. Im Innenraum wird schnell klar, dass im GT nichts vom Fahren ablenken soll. Hier gibt es keine Spielereien, es ist nur das Nötigste an Bord.
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Fahren: Losfahren klappt im Ford GT so einfach wie im Focus. Denn statt eines Gangwahlhebels für das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe setzt Ford auch beim GT auf den sogenannten "Electronic Shifter": ein ...
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... Dreh-Wahlknopf, wie man ihn auch von Jaguar oder Land Rover kennt. Auf den ersten Metern im "Normal"-Modus fährt sich der GT recht zahm. Insgesamt stehen fünf Fahrmodi (Wet, Normal, Sport, Track und Highspeed) zur Wahl. Was direkt auffällt: Es ist sehr laut im Innenraum des GT. Das liegt nicht nur am 3,5-Liter-EcoBoost, sondern vielmehr an Tausenden kleiner Steinchen, ...
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... die gegen das Carbon-Monocoque und die Radhäuser fliegen. Dämmmaterial gibt es im GT nämlich so gut wie gar nicht! Braucht es auch nicht, ist ja schließlich ein Rennwagen für die Straße.
Bild: Auto Bild / Katharina Berndt
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Bei nur 1385 KiloTrockengewicht dürfte klar sein, dass der GT richtig schnell ist. Wie schnell die 4,76 Meter lange Flunder tatsächlich abgeht, ist beeindruckend. Ohne die Gänge bis zur Drehzahlgrenze von 7000 Umdrehungen auszudrehen, steht ganz schnell die 100 auf dem digitalen Tacho. Bis ich plötzlich merke, dass der Testwagen einen Meilen-Tacho hat. Die km/h stehen klein daneben.
Bild: Auto Bild / Katharina Berndt
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Gasannahme und Lenkung des Supersportwagens sind ultradirekt. Allgemein ist der Ford GT kein Auto für Amateure. Während man in einen allradgetriebenen Audi R8 schnell Vertrauen fasst, braucht der GT Zeit und Respekt. Klar, sieben Grad Außentemperatur, feuchte Landstraßen, Michelin Sport Cup 2-Semislicks und 655 PS sind nicht die beste Kombination.
Bild: Auto Bild / Katharina Berndt
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Das liegt natürlich vor allem am V6-Biturbo, der schon im niedrigen Drehzahlbereich von 2500 U/min brutal anschiebt. Wirklich geil anzuschauen ist dabei, wie der Spoiler im Sportmodus ab 113 km/h ausfährt. Und zwar nicht so langsam wie bei einem Porsche, sondern blitzschnell – zack, und der Spoiler ist draußen.
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Fazit von Jan Götze: Auch wenn ich diese Redewendung in Bezug auf Sportwagen nicht mag: Der Ford GT ist wirklich ein Rennwagen für die Straße! Er ist laut, eng und extrem schnell. Außerdem ist er in Deutschland seltener als fast alle Lamborghini, Ferrari oder Porsche!
Bild: Auto Bild / Katharina Berndt
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Bestellprozess: Bei der Auswahl der Kunden ist es egal, ob es sich um Promis oder Besitzer des Vorgänger-GT handelt. Ford sucht sich die Kundschaft für den neuen Supersportwagen ganz gezielt aus. Das gesamte Prozedere erinnert stark an Ferraris Verkaufsstrategie bei limitierten Modellen wie ...
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... dem Enzo oder dem LaFerrari. Während der Online-Bewerbung müssen die potenziellen Käufer eine Reihe von Fragen beantworten. So will Ford sicherstellen, dass der GT in Liebhaberhände kommt und gefahren wird. Außerdem wird deutlich, dass soziale Netzwerke wie Instagram und Facebook für Ford eine entscheidende Rolle beim Marketing spielen. Dass dieser Plan nicht immer aufgeht, ...
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... wurde am prominenten Beispiel von John Cena deutlich, der seinen Ford GT kurz nach Auslieferung verkauft hat. Für alle Kunden, die das Glück hatten von Ford auserwählt zu werden, gilt es früher oder später die Konfiguration ihres GT festzulegen. Auch hierfür hat sich Ford etwas einfallen lassen: Das Ordering-Kit.
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Geöffnet wird die edle Carbon-Box per Klickverschluss – genau der Verschluss, der auch am Ford GT zum Einsatz kommt. Im Inneren der Box verbergen sich die acht originalen Außenfarben, die frei mit unterschiedlichen Rennstreifen und dem gewünschten Radsatz im Miniaturformat kombiniert werden können. Die zukünftigen GT-Fahrer können sogar die Farbe der Bremssättel im Ordering-Kit wählen.
Bild: Ford Motor Company
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Zusätzlich sind Proben der verschiedenen Leder-/Alcantara-Mixe beigelegt. Besonderes Highlight ist eine Aussparung für die persönliche VIN (Vehicle Identification Number). Sobald die Konfiguration abgeschlossen ist und die Fertigung des jeweiligen Ford GT begonnen hat, bekommen die Besitzer eine Plakette mit ihrer VIN zugeschickt.
Bild: Ford Motor Company
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Motor: Ein Ford GT ohne V8? Bisher undenkbar, jetzt Realität. In der dritten Generation des Supersportwagen setzt Ford nicht mehr auf einen großvolumigen V8, sondern auf einen 3,5-Liter-EcoBoost. Genau genommen auf einen Motor aus einem Pick-up! Den Block und verschiedene Parts teilt sich der GT mit ...
Bild: Jeff Jablansky
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... dem F-150 Raptor. Rund 60 Prozent des Motors sind identisch. Der größte Unterschied: Während der EcoBoost im Raptor maximal 457 PS und 691 Nm leistet, kommt der GT mit 655 PS und 746 Nm. Die Kraft wird ...
Bild: Jeff Jablansky
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... immer über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder geleitet. Dank des niedrigen Trockengewichts von nur 1385 Kilo beschleunigt der GT in nur 2,8 Sekunden auf 100 km/h.