Ford-Studie zur Autonutzung
Auto als soziale Schnittstelle

Ford hat eine Studie über die Wünsche von Autofahrern in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Vor allem junge Fahrer wollen immer vernetzt sein.
- Stephan Bähnisch
Die Autohersteller müssen ihre Fahrzeuge noch stärker mit der Außenwelt vernetzen, um den Wünschen vor allem jüngerer Kunden zu entsprechen. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die Ford bei dem Marktforschungsunternehmen PSB Research in Auftrag gegeben hat. Dabei wurden 2000 Autofahrer befragt, darunter 1000 sogenannte "Millenials", also junge Erwachsene zwischen 18- und 34 Jahren.
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Die Millenials setzen als "Digital Natives" auf digitale Kommunikation vor allem über ihre Smartphones und soziale Netzwerke, um Kontakt zu Familie, Freunden und Bekannten zu halten. Dabei verwenden sie das Auto als Mittel zum Zweck, um sich mit Freunden zu treffen. Immerhin 79 Prozent der Millennials unterstreichen, dass sie reisen müssen, um ihre Freunde zu sehen. 57 Prozent sagen, dass ihre sozialen Kontakte ohne Auto leiden würden. Gut zwei Drittel (68 Prozent) fahren mindestens einmal pro Woche mit dem Auto zu Freunden – in der Generation der über 34-Jährigen ist es gerade einmal knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent).
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Trotz einer steigenden Bereitschaft zu Carsharing-Modellen (37 Prozent bei Millennials und 28 Prozent bei der Generation der über 34-Jährigen) ist es für junge Menschen nach wie vor erstrebenswert, ein eigenes Auto zu besitzen. Für für immerhin 73 Prozent der Befragten ist das eigene Auto ein Meilenstein auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Millennials sehen sich besser durch ihr Auto repräsentiert als durch ein Smartphone oder Tablet. 71 Prozent wollen das Auto mit technologischen Gadgets an den eigenen Lebensstil anpassen, bei der älteren Generation sind 54 Prozent.
Vor dem Autokauf fragt die junge Generation vor allem zuerst die Familie und Freunde (36 Prozent), die reifere Generation bevorzugt Autohändler (31 Prozent) und die Webseiten der Hersteller (18 Prozent). Millennials setzen als Informationsquelle neben dem persönlichen Netzwerk ebenfalls auf Autohändler (17 Prozent) aber auch auf Preisvergleichsportale (16 Prozent). Insgesamt wird das Internet immer wichtiger beim Autokauf. Rund zwei Drittel der Jungspunde (69 Prozent) lassen sich bei der Markenwahl von ihren Eltern beeinflussen und würden den Hersteller wählen, dem auch die Eltern vertrauen. Die Herkunft des Herstellers ist für 43 Prozent der Millennials wichtig, 16 Prozent sind auf eine deutsche Marke festgelegt.
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