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Formel 1: 10-Sekunden-Strafe erklärt

Lauda: Ferrari-Fehler „nicht lustig“

Kimi Räikkönen nimmt für die Kollision mit Lewis Hamilton in Silverstone die Schuld auf sich. Die Diskussion geht aber weiter - auch um das Strafmaß.
Das Weltmeister-Team kocht genau wie sein Fahrer Lewis Hamilton... Nachdem Mercedes-Sportchef Toto Wolff Kimi Räikkönens Kollision mit Hamilton in Silverstone bereits als „entweder absichtlich oder inkompetent“ bezeichnet und sich dabei der Worte von Mercedes-Technikchef James Allison bedient hat, legt nun auch Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda nach.

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Der dreifache Champion: „Der Unfall war unfair. Es ist das zweite Mal, dass uns ein Ferrari in der ersten Kurve getroffen hat. Das ist nicht lustig“, sagt der Österreicher und schießt auch gegen den Silverstone-Sieger: „Außerdem war es falsch, Vettel in Frankreich nur fünf Sekunden Zeitstrafe zu geben. Immerhin hat Kimi hier zehn Sekunden bekommen.“
Tatsächlich: Der Finne bekam für seinen Crash noch einmal fünf Sekunden mehr aufgebrummt als sein Teamkollege in Le Castellet. Den Grund erklärt FIA-Renndirektor Charlie Whiting so: „Ich kann nicht in die Stewards hineinschauen, aber die Kritik an der geringen Strafe für Sebastian in Frankreich war groß, das dürfte sie beeinflusst haben.“

Kimi Räikkönen nimmt die Schuld am Crash auf sich

Toto Wolff fordert nun sogar eine andere Bewertung von Unfällen, wenn sie Einfluss auf den Sieg haben. Der Österreicher: „Die Strafen selbst sind konsistent, aber wir sollten darüber diskutieren, was passiert, wenn sie starken Einfluss auf den Ausgang des Rennens an der Spitze haben.“
Lewis Hamilton haut in dieselbe Kerbe: „Eine Fünf- oder Zehn-Sekunden-Strafe fühlt sich nicht gerecht an, wenn vorher ein Rennen zerstört wurde." Der Brite stichelt gegen Ferrari: "Wir müssen nun noch härter arbeiten und uns besser positionieren, damit wir diesen roten Autos nicht weiter ausgesetzt sind. Denn wer weiß, wann so etwas wieder passiert."
Der Unfallverursacher indes, Kimi Räikkönen, ärgert sich über eine unterschiedliche Bewertung der Crashs. Der Finne: „Letztes Mal gab es fünf Sekunden, hier zehn, manchmal gibt es gar nichts. Komisch, aber auch jeder Unfall ist ein bisschen anders.“

Im Raum hinter dem Podium herrschte Eiszeit...

Dass er die Kollision absichtlich herbeigeführt haben soll, verweist der Ferrari-Pilot dagegen ins Reich der Fabel: „Es ist schon lustig, dass wir beschuldigt werden, so etwas bewusst zu machen. Ich habe mich einfach verbremst und Lewis hinten getroffen. Das war meine Schuld, aber so läuft es eben manchmal. Es war mein Fehler, also war die Strafe okay.“
Silverstone-Sieger Sebastian Vettel schüttelt über die ganze Diskussion nur den Kopf: „Es ist dumm zu denken, so etwas sei absichtlich passiert. Ich glaube nicht, dass es dahingehend eine Intention gab. Es ist unnötig überhaupt darüber nachzudenken.“
Auf die Palme brachte die Aussage von Mercedes-Technikchef James Allison ("War das Absicht oder Inkompetenz?") auch Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene. "Wenn er das wirklich gesagt hat, sollte er sich schämen", reagierte der Italiener sauer und enttäuscht. Denn Allison arbeitete vor seinem Wechsel zu Mercedes für Ferrari. Arrivabene weiter: „Er hat so lange für uns gearbeitet. Wir sind hier in England, wo sie Dich lehren, ein Gentleman zu sein. Aber damit sollte er mal anfangen."
 

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance / F1

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