Es ist eine der emotional geführten Diskussionen in der Formel 1: die um den Sound der Motoren. Seit die leiseren Hybridmotoren die kreischenden Achtzylinder 2014 verdrängt haben, fordern viele Fans die Rückkehr von Dezibel-Monstern. Die bekommen jetzt Rückendeckung von Formel-1-Chef Stefano Domenicali.
Der Italiener verspricht für die neuen 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybridmotoren ab 2026 wieder lautete Triebwerke. "Wir wollen sicherstellen, dass die Motorengeräusche dann wieder lauter sein werden, das ist Teil unserer Emotionen", betont Domenicali. "Es ist wirklich das, was unsere Fans hören wollen. Es ist unsere Pflicht, uns dafür einzusetzen."
Auch er selbst sei ein Verfechter von Verbrennungsmotoren mit dem gewissen Etwas. Domenicali: "Wir müssen einen anderen Sound haben. Das ist Musik für meine Ohren."
F1-Boss Domenicali verspricht ab 2026 lautere Motoren. Das erinnert Mercedes-Star George Russell an einen Citroen Saxo.
Bild: LAT / Mercedes

Zustimmung bekommt der ehemalige Ferrari-Teamchef dafür von den Fahrern. Mercedes-Pilot George Russell greift für eine bessere Soundkulisse sogar auf den Vergleich mit einem Citroën Saxo zurück. "Dem Saxo wurde früher in England oft eine spezielle Auspuffanlage verpasst, da hörte er sich an wie ein Supersportwagen. Erst wenn er um die Ecke bog, kam der Kleinwagen zum Vorschein. Die Wahrnehmung von Geschwindigkeit hat immer auch viel mit Lautstärke zu tun."
Auch Weltmeister Max Verstappen befürwortet Motoren mit einer höheren Frequenz: "Die bringt mehr Emotionen und Gänsehaut. Früher konnte man die Motoren im freien Training schon von weitem kreischen hören. Das hat mir immer sehr gefallen." Verstappen bezieht sich damit auf seine Erinnerungen, als er als Sohn von Jos Verstappen noch während er V10-Ära im Fahrerlager war.