Formel 1: 90 Jahre Ferrari
Vettel will den Titel für Klein-Seb

Ferrari feiert 90 Jahre Firmengeschichte mit allen Stars in Mailand
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Fast alle waren da, nur einer fehlte an diesem Abend in Mailand besonders: Michael Schumacher.
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Ferrari feierte vorm Großen Preis von Italien (Sonntag, 15.10 Uhr, RTL, Sky, F1TV) mitten in der Innenstadt von Mailand auf dem Domplatz seine 90-jährige Firmengeschichte und lud sie alle ein: Jean Alesi und Gerhard Berger waren da, Eddie Irvine und Luca Badoer, Kimi Räikkönen, Junior Mick Schumacher, Ex-Präsident Luca die Montezemolo, die Teamchefs Stefano Domenicali, Jean Todt und sogar der im vergangenen Jahr geschasste Maurizio Arrivabene.
So emotional feiert nur Ferrari! Die Tifosi bejubelten die Protagonisten. Vettel und Leclerc bekamen gleichermaßen Applaus.

Ferrari feierte mitten in der Innenstadt auf dem Domplatz seine 90-jährige Firmengeschichte.
Eine Szene, die zeigt: Vettel ist jetzt schon Ferraris Vergangenheit, sein Teamkollege Charles Leclerc die Zukunft. Aus dem Mund des seit Spa siegreichen Monegasse hört sich die Liebeserklärung an Ferrari nämlich ganz anders an. „In fünf Jahren sehe ich mich immer noch in der Formel 1, in rot gekleidet und mit dem Titel eines Weltmeisters.“
Vettel spürt den Druck, den Ferraris neuer Shootingstar auf ihn ausübt: „Charles ist schnell, fährt anders als ich", gibt er zu. "Da gibt es immer etwas zu lernen. Es ist wichtig, dass wir bei der Entwicklung des Autos zusammenarbeiten. Charles war in Spa stärker, das kann mir nicht gefallen. Ich hoffe, dass die Plätze in Monza vertauscht sind.“
Vettels Ferrari-Vertrag läuft Ende 2020 aus. Den Traum vom Titel in Rot hat er aber noch nicht ausgeträumt: „Ich würde einfach gerne für Klein-Seb gewinnen, der als Kind das Schumacher-Ferrari-Team unterstützt hat.“
Nicht vor Ort war Fernando Alonso, der Ferrari offenbar nicht mehr in seinem Herzen trägt.
Am Rande des Events hat Formel-1-Boss Chase Carey übrigens einen neuen Fünfjahresvertrag mit Monza verkündet. Die Formel 1 fährt bis 2024 auf der Traditionsstrecke.
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