Formel 1: Alonso kämpft weiter
McLaren-Honda erstmals in Q3

Achtungserfolg für Fernando Alonso: Beim Heimspiel schafft es der Spanier im McLaren in Q3. Trotzdem steht er vor einer zweifelhaften Rekord-Saison.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
- Michael Zeitler
Es war am Ende von Q2, als auf den Tribünen am Circuit de Catalunya kurz lauter Jubel aufbrandete. Lokalmatador Fernando Alonso hatte es im McLaren als Zehnter in den letzten Qualifying-Abschnitt geschafft – erstmals seit der Wiedervereinigung des Traditionsrennstalls aus Woking mit Motorenpartner Honda zu Beginn der Saison 2015. „Wir hätten das schon seit ein paar Rennen verdient gehabt“, lautete Alonsos gewohnt selbstbewusste Einordnung des positiven Resultats. „Sonst sitze ich zu diesem Zeitpunkt schon immer im Truck und muss zusehen“, scherzte der Spanier, der schlussfolgerte: „Es geht in die richtige Richtung.“

Startplatz zehn im McLaren-Honda in Barcelona
Vor genau drei Jahren holte er ebenfalls bei seinem Heimrennen auf dem Circuit de Catalunya seinen 32. und bis dato letzten Sieg in der Formel 1, damals noch für Ferrari. Ob ein weiterer hinzukommt, ist genauso unsicher, wie die Antwort auf die Frage, ob er sein selbsterklärtes Ziel von drei WM-Titeln noch erreichen kann – so wie sein großes Kindheitsidol Ayrton Senna. Immerhin: Bei McLaren-Honda ist er in Sachen Senna schon einmal im richtigen Team. Allein von der Performance der vergangenen glorreichen Tage ist man meilenweit entfernt. Und somit gilt es als sicher, dass Alonso statt einem dritten Titel dieses Jahr einen anderen zweifelhaften Rekord einfährt.

Jacques Villeneuve fuhr noch bis 2006 in der Formel 1
John Surtees, der einzige Weltmeister auf zwei und vier Rädern, fuhr nach seinem Titel 1964 noch acht Jahre weiter, konzentrierte sich dann aber 1972 voll auf seinen Posten als Teamchef des eigenen Surtees-Formel-1-Teams. Nur drei Fahrern gelang indes das Kunststück als Weltmeister abzutreten: Mike Hawthorn, Englands erster Champion, nach seinem Titel 1958, Jackie Stewart 1973 und Alain Prost 1993, nachdem er 1992 schon ein Jahr Pause eingelegt hatte und nur für eine weitere Weltmeisterschaft zurückkehrte.

Der Star beim Heimspiel: Die spanischen Fans feiern Alonso wie zu seinen besten Ferrari-Zeiten
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