Formel 1: Alonso platzt der Kragen
„Alle bereit zum Siegen - außer Honda!“

Fernando Alonso wütet mal wieder gegen McLarens Motorenlieferanten Honda. Die Japaner kriegen ihr Aggregat nicht hin und vom Spanier dafür ihr Fett weg.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Keine Besserung in Sicht: Auch in der zweiten Testwoche der Formel 1 verdichten sich die Anzeichen, dass McLaren-Honda das nächste Seuchenjahr ins Haus steht. Bisher liefen die Testfahrten für das Traditionsteam aus Woking alles andere als reibungslos. Auch am Mittwoch schaffte man nur die zwölftschnellste Zeit, mit fast vier Sekunden Rückstand auf die Spitze, und lediglich 46 magere Runden - ein technisches Gebrechen am Antrieb hatte dazu geführt, dass Fernando Alonso lange in der Garage stand anstatt zu fahren. Anschließend platzte dem Spanier der Kragen.

Fernando Alonso kann über Honda nur noch lachen
Erschreckend: Die Zahlen von der Strecke bestätigen Alonsos drastische Einschätzung, der McLaren-Star übertreibt keineswegs. Während Mercedes-Pilot Valtteri Bottas am Mittwoch auf 338,5 km/h Topspeed kam, schaffte Alonso im McLaren gerade mal 312,1 km/h. Auch die Konkurrenz von Ferrari und Renault hat mehr als 15 km/h Polster auf Honda.

Das Speed-Defizit von McLaren ist frappierend
Der Frust sitzt jedenfalls tief beim Spanier – tiefer noch als in den Vorjahren. „Weil man mit den neuen Regeln natürlich größere Hoffnungen hat, dass man die Lücke über den Winter schließen kann“, gibt Alonso zu. Aktuell sieht er McLaren im Kräftegleichgewicht ungefähr da stehen, wo der Rennstall auch 2016 schon war. „Wir müssen uns definitiv verbessern. Die Situation ist weit entfernt vom Idealzustand, denn wir sind ein großes Team. McLaren hat diesen Sport viele Jahre lang dominiert“, erinnert sich Alonso.

Auf den Geraden verhungert Alonso bei den Tests
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