Es ist das Ende einer Ära: Fernando Alonso wird an diesem Wochenende in Abu Dhabi sein vorerst letztes Formel-1-Rennen fahren. „Das wird emotional“, sagt er. Auch wenn er weiß: „Um das Ergebnis geht es nicht.“ Sein McLaren-Renault ist zu schwach fürs Podium.
Schumacher und Alonso - Die Duelle in Bildern:
Doch Alonso hat längst seine Fußabdrücke hinterlassen. Hier in Deutschland auch durch seine Duelle mit unseren beiden Mehrfach-Weltmeistern: Sebastian Vettel und Michael Schumacher. Gegen Vettel verlor der Spanier zweimal ganz knapp: 2010 in Abu Dhabi und 2012 in Brasilien. 
Alonso/Schumacher
Alonso und Schumacher haben sich lange duelliert
Auch deshalb haben viele den Eindruck, dass Alonso die Königsklasse als tragische Figur verlässt, als Motzki, verbittert über die Entwicklung seiner Karriere. Es stimmt, dass der Spanier zuletzt viel meckerte, auch über die Formel 1 an sich. Das ist nun mal seine Meinung. Trotzdem bleibt er einer der besten Fahrer aller Zeiten – immerhin war er es, der Michael Schumacher entthronte.
„Als ich in die Formel 1 kam, war er mein Vorbild“, sagt Alonso jetzt in SPORT BILD. „Er war und bleibt der Größte. Meine beiden WM-Titel 2005 und 2006 haben speziellen Wert, weil ich sie im direkten Zweikampf mit ihm gewonnen habe.“ Alonso verrät jetzt auch: „Gegen ihn zu kämpfen war deshalb so schwer, weil er an einem guten Tag in einem guten Auto schlichtweg unschlagbar war. Und an einem schlechten Tag mit einem schlechten Auto war er immer noch gut.“
So geht es jetzt für Alonso weiter: Hier nachlesen
Der Respekt beruhte auf Gegenseitigkeit. Zu AUTO BILD MOTORSPORT sagte Michael Schumacher in Alonsos Debütjahr bereits: „Ich bin heute hinter diesen Alonso hergefahren. Dieser Junge ist ganz speziell.“ Fortan nannte er ihn in Anlehnung an einen kleinen Stier aus einem Kinderbuch liebevoll „Ferdinand“.
Und auch Ex-Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone weiß Alonso richtig einzuordnen: „Fernando ist einer der besten Fahrer aller Zeiten“, sagt er zu SPORT BILD. „Wäre er nicht so unglücklich in der Wahl seiner Teams gewesen, er hätte ebenfalls sieben Mal Weltmeister werden können wie Michael Schumacher.“