Max Verstappen und Charles Leclerc duellieren sich in Jeddah am Sonntag an der Spitze um den Sieg, das härteste Duell beim Flutlicht-Spektakel an der Küste des Roten Meeres liefern sich mit Fernando Alonso und Esteban Ocon aber ausgerechnet zwei Teamkollegen.
Bereits in der Frühphase des Saudi-Arabien GP kommt es zum rundenlangen Scharmützel der beiden pinken Renner: Altmeister Alonso attackiert seinen 15 Jahre jüngeren Stallgefährten mit DRS auf Start-Ziel, doch Ocon macht innen knallhart die Türe zu. Während Alonso einen Crash nur mit Mühe verhindern kann, spielt Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer im TV-Interview am Kommandostand den Coolen: "Wir lassen sie am Anfang racen, aber das wird sich jetzt setzen, ihr werdet schon sehen."
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Nachdem seine Piloten sich daran aber nur bedingt halten und das Duo von hinten unter Druck von Alfa-Romeo-Pilot Valtteri Bottas gerät, greift das Team doch noch ein und weist Ocon an, seine Position zu halten - zu diesem Zeitpunkt hat sich Alonso schon vorbeigedrückt am Franzosen. Obwohl bei Szafnauer ein kurzes Kopfschütteln zu beobachten ist, sagt er nach dem Rennen: "Das war schönes Racing und genau das, was die Fans sehen wollen. Wir konnten ihnen heute eine großartige Show liefern."
Die Alpine-Stars Alonso und Ocon lassen mit ihrem Zweikampf den Puls des Teamchefs schneller schlagen.

Auch Ocon, der schlussendlich starker Sechster wird, ist angetan vom internen Duell: "Das Team hat schon vor dem Rennen entschieden, dass wir kämpfen können, solange es fair bleibt - genau das haben wir getan. Es hat viel Spaß gemacht. Ich fahre gerne gegen Fernando, weil ich weiß, wie weit ich mit ihm gehen kann und viel Vertrauen in ihn habe. Es ist ein Privileg gegen so eine Legende zu fahren."
Alonso selbst ärgert sich nach dem Rennen, das liegt aber nur an seinem technisch bedingten Ausscheiden in Runde 36 und nicht dem Duell mit Ocon: "Es war sehr intensiv, aber auch gut. Wir hatten bereits in Bahrain einen schönen Kampf", erklärt der Spanier, dem die Formel 1 mit ihrer neuen Auto-Generation scheinbar auch mit 40 Jahren noch viel Freude bereitet.
Teamkollege Ocon findet sogar: "Mit diesen Autos ist es wie ein Go-Kart-Rennen, weil man dem Vordermann so dicht folgen kann und der wiederrum kaum aus dem DRS-Fenster rauskommt. Es ist wie eine neue Art des Rennfahrens, macht aber viel Spaß, denn damit ist Angriff ab sofort die beste Verteidigung."
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Das stellt der Franzose in den Schlussrunden auch bei seinem Duell um Rang sechs mit Lando Norris unter Beweis. Ein Überholmanöver des Briten im McLaren kann Ocon mühelos wieder kontern. "Das ist das Nervige: Man kommt jetzt zwar vorbei, die Chancen sind aber groß, dass der Gegner dich gleich wieder zurücküberholt", ist Norris deshalb zumindest am Sonntag kein Fan der neuen Groundeffect-Autos - anders als Ocon und die Zuschauer.

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Von

Frederik Hackbarth