Die Formel-1-Saison steht vor der Tür. In dieser Woche beginnen die Testfahrten in Bahrain – allerdings ohne Lance Stroll. Der Aston Martin-Pilot muss die Probefahrten in der Wüste absagen.
Grund ist ein Trainingsunfall mit dem Fahrrad. Das teilte Aston Martin offiziell mit. Die gute Nachricht aus Sicht des Kanadiers: Man erwartet eine schnelle Genesung. Demnach soll die Fitness des Kanadiers täglich überprüft werden. Ein weiteres Update wird vom Saisonstart (3.-5. März) in Bahrain erwartet.
„Ich hatte einen unglücklichen Unfall, als ich zur Vorbereitung auf die Saison auf meinem Bike trainierte“, wird Stroll zitiert. „Ich bin entschlossen, ins Cockpit zurückzukehren und freue mich schon auf die anstehende Saison. Ich bin motiviert, so schnell wie möglich wieder zurückzukommen und auf die Strecke zu gehen.“
Aston Martin-Pilot Lance Stroll muss bei den anstehenden F1-Tests passen.
Bild: Aston Martin

Kurios: Strolls neuer Teamkollege Fernando Alonso hat ebenfalls Erfahrungen mit entsprechenden Verletzungen. Im Winter 2021 verletzte sich der Doppelchampion, als er auf dem Bike in Lugano trainierte. Der Spanier musste sich zwar am Kiefer operieren lassen, war bei den Tests aber wieder einsatzbereit.
Jetzt könnte er vom Stroll-Pech profitieren: Als Neuling im Team würden dem Spanier drei volle Testtage sicher zugute kommen. Alternativ stünde Testfahrer Felipe Drugovich bereit. Mick Schumacher, der als Mercedes-Testfahrer auch Verbindungen zum Mercedes-Kunden Aston Martin hat, soll laut BILD keine Option sein.
Noch nicht: Sollte sich Strolls Verletzung, über deren Details sich das Team ausschweigt, als schwerer erweisen, muss Aston Martin über einen adäquaten Ersatz für den Saisonstart eine Woche nach den Tests ebenfalls in Bahrain nachdenken. Zwar hätte man mit Formel-E-Weltmeister Stoffel Vandoorne einen erfahren Piloten im Kader. Doch der Belgier kennt anders als Schumi jr. die aktuelle Generation der Formel-1-Autos nicht.
Auch aus Marketing-Sicht wäre die Fahrerpaarung Alonso-Schumacher eine Überlegung wert. Und wie heißt es so schön? In der Formel 1 ist alles möglich. Bereits in seiner Presserunde während der Mercedes-Präsentation betonte Mick Schumacher, er könne von Toto Wolffs (Mercedes-Teamchef; d. Red.) profitieren. Wie passend, dass der Wiener ein guter Freund von Aston Martin-Boss Lawrence Stroll ist.