Formel 1: Aston Martin lobt Alonsos Einstellung
Alonso "ein Teammitglied wie jedes andere"

Fernando Alonso ist bei Aston Martin handzahm geworden. Teamchef Mike Krack erklärt die Gründe.
Bild: Aston Martin
Fernando Alonso galt einst als großer Politiker, der seine Teams an den Rand des Wahnsinns zu bringen wusste. Doch bei Aston Martin ist laut Teamchef Mike Krack alles anders.
„Ich glaube nicht, dass wir uns gegenseitig managen müssen, denn er ist ein Teammitglied wie wir alle“, sagt er auf die Frage zu Alonsos Ruf. „Natürlich ist er der am meisten exponierte Fahrer mit dem höchsten Bekanntheitsgrad, also hört man natürlich auf das, was er tut, und man kümmert sich darum, was er sagt, und all das. Aber er weiß, dass wir das gemeinsam tun wollen.“
Offenbar auch aktuell. Da macht Aston Martin eine schwierige Phase durch. Nach diversen Podestplätzen Anfang der Saison liegt das letzte Podium nun schon eine Weile zurück (GP Kanada). Laut Krack kein Problem für Alonso.

Fernando Alonso ist bei Aston Martin handzahm geworden.
Bild: Aston Martin
„Wir sind bescheiden und ehrlich, wenn wir die Ziele, die wir uns gesetzt haben oder die er vielleicht von uns erwartet, nicht erreichen können. Daher denke ich, dass der Schlüssel für uns in dieser Phase wirklich darin liegt, eine möglichst offene und transparente Beziehung zu haben.“
Entsprechend arbeite man „auf Augenhöhe“ zusammen. Das Resultat ist bislang weiter positiv: Aston Martin rangiert auf Platz drei der WM-Tabelle. Sechs Podestplätze stehen zu buche. Vor allem dank Alonso.
„Die Zusammenarbeit war fantastisch, die ganze Zeit über“, betont Krack. „Er kennt die Schwächen des Autos und wir gehen sie auch gemeinsam durch. Wir wissen also, was wir zu erwarten haben, und wir entscheiden viele Dinge gemeinsam. Denn wenn man so jemanden mit dieser Erfahrung, mit dieser Cleverness, mit diesem Willen hat, dann muss man ihn einbeziehen. Nur dann kann man auch davon profitieren.“
Alonso ist bei Aston Martin also so etwas wie ein Spielertrainer – vielleicht hat er deshalb auch aufgehört, Politik zu machen...
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