Formel 1: Aston Martin stellt AMR24 vor
Aston Martin AMR24: Alonsos neuer Renner ist da

Fernando Alonsos neuer Renner ist da: Schafft Aston Martin mit dem AMR24 den nächsten Schritt in Richtung Spitze der Formel 1?
Bild: Aston Martin
- Frederik Hackbarth
Im Vorjahr war das Team von Fernando Alonso die große Überraschung zu Saisonbeginn, der Spanier fuhr in der ersten Saisonhälfte regelmäßig aufs Podium und präsentierte Aston Martin mit ihrer Frühform kurzzeitig sogar als zweite Kraft hinter Red Bull. Mit dem neuen AMR24, der am Montagmorgen in Silverstone vorgestellt wurde, möchten die Grünen nun am liebsten an den Raketenstart von 2023 anknüpfen und den letzten Schritt in Richtung Spitze gehen.

Aston Martins neuer AMR24: Damit will das Alonso-Team an die Spitze
Bild: Aston Martin
"Ich fühle mich besser als jemals zuvor", zeigt sich Superstar Fernando Alonso auch im hohen Rennfahreralter von mittlerweile 42 Jahren hochmotiviert. Unglaublich: Der Spanier geht bereits in seine 21. Saison in der Königsklasse und will nach den vielen zweiten Plätzen im Vorjahr jetzt endlich seinen 33. Karrieresieg einfahren, den ersten seit dem Spanien GP 2013.
Stroll mit erster Ausfahrt in Silverstone
Dabei hat Alonso keine Zweifel am Potenzial seines Rennstalls, der dank der großen Investments von Besitzen Lawrence Stroll weiter aufrüstet. Dessen Sohn Lance ist trotz viel kritisierter Leistungen, die gegenüber Alonso klar abfallen, auch 2024 wieder als zweiter Fahrer mit von der Partie - unter den wachsamen Augen seines Vaters und des Teamkollegen absolviert der Kanadier am Montagmorgen in Silverstone bereits den ersten Shakedown des Fahrzeugs.

Unter den Augen von Vater Lawrence: Lance Stroll beim Shakedown
Bild: Aston Martin/Zak Mauger
"Ich glaube, dass wir alle notwendigen Punkte in Angriff genommen haben und finde, wir müssen in dieser Phase der Saison optimistisch sein", sagt Teamleader Alonso, wenngleich er prophezeit: "Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen, denn es wir sehr eng werden. Dieses Jahr liegen vier oder fünf Teams innerhalb zwei oder drei Zehntel, da wette ich drauf!"
Aston Martin hat an Technik gefeilt
Im Fokus steht deshalb vor allem die Technik: "Es handelt sich um eine konsequente Weiterentwicklung des Vorjahresmodells", sagt Teamchef Mike Krack zum neuen Auto: "Die Fahrzeugphilosophie ist die gleiche, aber haben kaum Teile des 2023er Autos übernommen." Stattdessen wurde in der neuen Aston-Martin-Fabrik in Silverstone vor allem an den Details gefeilt, um die aerodynamische Effizienz zu erhöhen und das Auto auf allen Streckentypen konkurrenzfähiger zu machen.
"Wir wollen unsere Stärken bewahren, wie etwa den niedrigen Reifenverschleiß, aber gleichzeitig Schwachstellen ausmerzen, wie den mangelnden Top-Speed", erklärt Krack. Deshalb ist vieles neu am AMR24: "Chassis, Nasenform, Frontflügel, die Aufhängungen - mit Pushrod vorne wie hinten", zählt Aston Martins Technikchef Dan Fellows die wichtigsten Modifikationen auf. Und auch am Unterboden hat sein Team getüftelt, wie er verrät: "Das ist schließlich der der größte Abtriebserzeuger."

Auf den Abtrieb kommt es bei der aktuellen Auto-Generation an
Bild: Aston Martin
Ab 21. Februar wird sich zeigen, ob die Verbesserungen für Alonso und Co. den gewünschten Effekt haben: Dann steigen in Bahrain drei Tage lang die Wintertests, bevor es am 2. März an Ort und Stelle mit dem Saisonauftakt der Formel 1 losgeht.
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