Formel 1: Audi übernimmt Sauber-Team
Audi-Boss erneuert F1-Bekenntnis, Interimsname steht fest

Der neue Audi-CEO Gernot Döllner bekräftigt das Ja zum Einstieg in die Formel 1 2026. Mittlerweile steht auch Saubers Interimsname für das Team fest.
Bild: Sauber
- Frederik Hackbarth
Zuletzt hatte es bereits positive Signale gegeben (Auto Bild Motorsport berichtete), nun hat Audis neuer Boss dem Formel-1-Projekt des Konzerns auch öffentlich ganz klar den Rücken gestärkt: Seit 1. September ist Gernot Döllner der neue starke Mann bei der VW-Tochter. Gerüchten über ein Abblasen des F1-Einstiegs zur Saison 2026 erteilt der 54-Jährige jetzt eine eindeutige Absage.
"Es gibt eine klare Entscheidung vom Vorstand, von den Aufsichtsräten von Audi und Volkswagen, dass Audi 2026 in die Formel 1 einsteigt. Der Plan steht", sagte Döllner dem "Handelsblatt" in seinem ersten Interview gut 100 Tage nach Amtsantritt.

Seit 1. September der neue starke Mann bei Audi: Gernot Döllner
Bild: Audi AG
Vorgänger Markus Duesmann galt als einer der Initiatoren und großen Befürworter des Projekts. Im Zuge seines Abschieds waren deshalb Spekulationen über Audis Bekenntnis zur Königsklasse aufgekommen.
So heißt das Sauber-Team 2024 offiziell
Klarheit herrscht durch Döllners Ansage nun auch beim Schweizer Sauber-Team, das Audi in den kommenden Jahren schrittweise übernimmt. Der Rennstall aus Hinwil hat für die erste von zwei Übergangssaisons am Freitag auch den neuen Teamnamen für das kommende Formel-1-Jahr bekanntgegeben: "Stake F1 Team Kick Sauber" heißt das Team 2024 offiziell.
Stake ist ein Anbieter von Krypto-Glückspielen und wird deshalb nicht bei allen Rennen auf dem Auto zu sehen sein, weil derartige Werbung nicht in jedem Land erlaubt ist. Kick hingegen ist ein Streamingdienst aus Australien. Der alte Namensgeber und Hauptsponsor Alfa Romeo hatte sich im Zuge des Audi-Einstiegs mit dem Saisonende 2023 nach fünf Jahren von der Schweizer Truppe verabschiedet.

2023 fuhr das Sauber-Team in der Formel 1 noch als Alfa Romeo
Bild: Alfa Romeo
Als Fahrer sitzen auch nächste Saison wieder Valtteri Bottas aus Finnland und der Chinese Guanyu Zhou im Sauber, der dann die Chassisbezeichnung C44 tragen wird. Formel-2-Meister Théo Pourchaire, der als Nachwuchsfahrer beim Team angestellt ist, muss hingegen weiter auf seine Chance warten. Er wird 2024 in der japanischen Super Formula geparkt.
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