Formel 1: Aufregung um Red Bull und Perez
Brachte Abendessen mit Ricciardo die Wende?

Die Spekulationen um das zweite Red Bull-Cockpit reißen nicht ab.
Bild: Red Bull Content Pool
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Bleibt er oder bleibt er nicht? Sergio Perez hat zwar einen gültigen Red Bull-Vertrag bis Ende 2024, doch die Gerüchte um eine Ablösung des Mexikaners reißen nicht ab. Jetzt sorgen neue Aussagen von Red Bull-Chefberater Helmut Marko für Aufregung.
„Nichts ist in der Formel 1 zu 100 Prozent sicher, das gibt es einfach nicht“, hat der Grazer angesprochen auf Perez‘ Verbleib bei Red Bull der Kleinen Zeitung in Österreich gesagt. „Es gibt immer irgendwo leistungsbezogene Situationen, die man besprechen muss. Wir werden uns das anschauen und in Zandvoort besprechen, wie es weitergeht, dann wissen wir mehr.“
Grund für die Kehrtwende soll ein Treffen mit Daniel Ricciardo in der Sommerpause gewesen sein. Der Australier hat bei seinem Formel-1-Comeback im AlphaTauri bislang überzeugt und mit seinem Schwiegerpapa in spe, Gerhard Berger, einen wichtigen Fürsprecher. „Wir haben uns gesehen, das ist klar, wenn er nach Graz kommt“, berichtet Marko. „Er hat eine sehr positive Persönlichkeit, eine erfolgreiche Karriere und unglaubliche Erfahrung. Sein Schwung und sein Elan haben bei AlphaTauri einen echten Ruck ausgelöst. Das war ein echter Motivationsschub.“

Die Spekulationen um das zweite Red Bull-Cockpit reißen nicht ab.
Bild: Red Bull Content Pool
Marko stellt bei Auto Bild aber klar: „Ein Essen mit Ricciardo hat nichts mit zukünftigen Entscheidungen zu tun.“
Allein: Körpersprache bringt oft mehr Klarheit als Worte in losgelöster Atmosphäre beim gemütlichen Dinner. Die von Perez in Zandvoort wirkte angespannt wie die eines in die Jahre gekommenen Löwen, der immer auf der Hut ist, nicht von einem Konkurrenten oder Jäger erlegt zu werden. Auffällig auch: Perez-Manager Julian Jakobi wird immer wieder im Gespräch mit Marko gesehen. Worum es dabei ging (Vertragsverlängerung oder Auflösung) – dazu wollte Marko sich nicht äußern.
Auffällig dennoch: Bei Daniel Ricciardo ist das Lächeln zurück. Von den Auto Bild-Reportern darauf angesprochen, dass er 2024 wieder den Overall des A-Teams tragen könnte, grinste er: „Meinetwegen gerne!“ Das ist ohne Zweifel auch sein Ziel. Der teaminterne Zweikampf um das zweite Red-Bull-Cockpit neben Dominator Max Verstappen wird weiter spannend bleiben.
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