Formel 1: Vettels Fahrfehler in der Bildergalerie

Formel 1: Berger zur Vettel-Krise

„Vettel in Unwohl-Phase“

Für Sebastian Vettel läuft in der Formel 1 nicht viel zusammen. DTM-Chef Gerhard Berger rät dem Ferrari-Star: „Er muss schauen, wo er sich wohlfühlt.“
Krise. Durchhänger. Durststrecke. Für Sebastian Vettels sportliche Situation in der Formel 1 gibt es einige Begriffe. Fakt ist: Den Titel kann der viermalige Champion abhaken. Mehr noch: Vettel ist in eine ausgewachsene Krise gerutscht. In Italien wird bereits über die Wachablösung bei Ferrari geschrieben, Teamkollege Charles Leclerc zum neuen „Kapitän“ ernannt.
So strukturiert Ferrari-Teamchef Binotto die Scuderia um: Hier klicken
Stattdessen wird Vettel für seine Fehler, wie zuletzt beim Crash mit Max Verstappen in Silverstone, immer harscher kritisiert. „Er hat einen Durchhänger. Druck hat Sebastian noch nie gemocht. Er hat ihn momentan, aber er kommt da schon wieder raus“, sagt DTM-Chef Gerhard Berger jetzt zu AUTO BILD MOTORSPORT.

Gerhard Berger zusammen mit Sebastian Vettel bei seinem ersten Sieg 2008 in Monza.

Wie erklärt es sich der Österreicher, dass sich Leclerc rundenlang mit Verstappen ein heißes Duell liefert, und Vettel dem Niederländer beim ersten Zweikampf ins Heck rauscht?  Berger: „Das ist manchmal unerklärlich. Es gibt Zweikämpfe, die finden einen Rhythmus, wo es beim ersten Überholen eigentlich schon schiefgehen muss. Doch dann geht es zehn Mal gut. Und manchmal geht es sofort schief. Es sieht von außen komisch aus und ist nicht erklärbar. Aber wenn du mal die Scheiße an den Hacken hast, ist es eben so.“
Sein Rat an Vettel: „Die Nerven behalten, einfach Gas geben und versuchen, Leistung zu zeigen.“ Und ganz wichtig: „Keine Zeitung lesen.“
Wäre denn eine Rückkehr zu Red Bull Racing eine Möglichkeit, die Vettel in Erwägung ziehen sollte? Ein Wechsel zu dem Team, mit dem er seine vier Titel holte, wurde zuletzt spekuliert, sein Vertrag in Maranello läuft noch bis Ende 2020. „Sebastian muss schauen, wo er sich wohlfühlt“, sagt Berger. Er weiß: „Es gibt Leute, die können extreme Leistungen bringen, ganz egal, ob sie sich wohlfühlen oder nicht. Und es gibt Leute, die können nur Leistung bringen, wenn sie sich wohlfühlen. Sebastian muss sich wohlfühlen.“
Berger kennt Ferrari, fuhr von 1987 bis 1989 und 1993 bis 1995 für die Roten. Der 59-Jährige weiß, wie der Rennstall tickt. Dass es ein besonderes Team, ein besonderes Umfeld ist. „Bei Ferrari kann man sich extrem wohlfühlen, aber es gibt auch Zeiten, in denen man sich extrem unwohl fühlt. Vettel ist im Moment in der Unwohl-Phase.“
Ein Karriereende kann sich Berger aber nicht vorstellen „Nein. Aber falls doch, dann würde ich ihm zur DTM raten“, scherzte Berger: „Er muss schaffen, dass er aus der Krise herauskommt.“

Formel 1: Vettels Fahrfehler in der Bildergalerie

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture Alliance

Stichworte:

Sebastian Vettel

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.