Wahrscheinlich gibt es das Hygiene- und Schutzkonzept der Formel 1 in Zeiten der Corona-Pandemie nicht her, aber heute Abend sollte Max Verstappen seinen Mechanikern einen Drink spendieren. In weniger als 20 Minuten reparierten sie seinen RB16, nachdem der Niederländer auf dem Weg in die Startaufstellung (!) auf nasser Bahn in die Streckenbegrenzung krachte.
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„Es hat natürlich nicht so angefangen, wie ich wollte – bei der Fahrt in die Startaufstellung in den Reifenstapeln zu landen“, sagt Verstappen später. „Die Mechaniker haben wirklich außerordentlich gute Arbeit geleistet, das Auto zu reparieren. Ich weiß nicht, wie sie das geschafft haben. Unglaublich! Sie mit einem zweiten Platz zu belohnen, das stimmt mich sehr zufrieden.“
Schumacher
2005 crashte Michael Schumacher auf dem Weg zur Startaufstellung
Verstappen ist auch nicht der erste Fahrer, dem dieses peinliche Missgeschick passiert ist. Beim China-GP 2005 kollidierten Michael Schumacher und Christijan Albers ebenfalls auf dem Weg in die Startaufstellung. Auch hier schafften es die Mechaniker-Crews von Ferrari beziehungsweise Minardi, die Autos bis zum Rennstart wieder flott zu kriegen. Allein: Schumacher fiel im Rennen wegen eines Drehers aus, Albers verabschiedete sich wegen einer losen Radmutter...
Verstappen machte es besser — und holte sich Rang zwei. „Die erste Runde war sehr entscheidend“, erzählt der Niederländer. „Danach haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen und hatten auch eine gute Pace. Wir haben einfach unser Ding gemacht. Und natürlich ist es gut für uns, zwischen die beiden Mercedes gefahren zu sein.“
Die Bilder vom Verstappen-Crash und alle weiteren Eindrücke vom Ungarn-GP gibt es in der Bildergalerie.

Von

Michael Zeitler