Formel 1: BMW dementiert Comeback-Gerücht
Minardi-Aussagen sind falsch

Ex-Teamboss Giancarlo Minardi sorgt mit Aussagen für Aufsehen, BMW plane eine F1-Rückkehr. Die Münchner dementieren gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT.
Bild: Getty Images
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
BMW hat Spekulationen um eine Formel-1-Rückkehr im Jahr 2015 entschieden dementiert. „Es hat sich nichts an unserer Ausrichtung geändert. Die Formel 1 ist kein Thema“, sagt ein Sprecher des Konzerns auf Nachfrage von AUTO BILD MOTORSPORT. Des Weiteren sehe man bei BMW derzeit keinen Grund für eine Änderung der Ausrichtung des Motorsport-Konzepts, sei man mit dem Status quo doch vollends zufrieden. „Wir fühlen uns im Produktionswagensport im Allgemeinen und in der DTM und der USCC im Speziellen sehr wohl“, teilte der Münchner Autohersteller mit.
Im Windschatten von Honda

Sorgt gerne für Gesprächsstoff: Ex-Teamchef Giancarlo Minardi will im Fahrerlager BMW-Techniker erblickt haben
BMW-Techniker an der Strecke?
„Sie wollen ganz konkret ihre Optionen für die Zukunft evaluieren. Zumindest wäre das eine Erklärung für die andauernde und ständige Präsenz einiger ihrer Techniker im Fahrerlager – sowohl bei den Testfahrten als auch bei den ersten Rennen in diesem Jahr“, will Minardi altbekannte Gesichter im Paddock der F1 ausgemacht haben. Zudem glaubt der Italiener zu wissen, dass noch im Mai ein Gremium unter Führung von BMW Markenführungs-Leiter Steven Althaus über eine Mögliche Rückkehr ins Oberhaus des Formelsports entscheiden will – und das schon für 2015! Wie das jedoch genau funktionieren soll, kann Minardi nicht beantworten. Zwar sollen demnächst zwei neue Teams zugelassen werden. Dabei handelt es sich jedoch um ein Projekt eines osteuropäischen Konsortiums und einen weiteren Vorstoß, ein US-Team in die Formel 1 zu hieven – diesmal unter der Federführung von Gene Haas.
Frischer Wind für die F1

BMW in der F1, so wie hier bei der Vorstellung des Werksteams mit Jacques Villeneuve (li.) & Nick Heidfeld (re.) 2006, wird es so schnell nicht wieder geben
Eine Alternative für Red Bull?
Was Minardi damit meint: Red Bulls Unzufriedenheit mit dem Turbotriebwerk des aktuellen Motorenpartners Renault könnte sich über kurz oder lang zum Trennungsgrund entwickeln. Kriegen die Franzosen den Rückstand auf Mercedes nicht wettgemacht, wird sich Sebastian Vettels österreichisches Weltmeisterteam ernsthaft nach Alternativen umsehen. Dass es von Salzburg bis nach München nicht weit ist, ist dabei genauso wenig ein Geheimnis, wie die Tatsache, dass Red Bull mit Antonio Felix da Costa das vielversprechendste Talent aus seinem erlesenen Nachwuchskader dieses Jahr im DTM-Aufgebot der Münchner geparkt hat.
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