Formel 1: BMW steigt aus
Die Gründe für den Ausstieg

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BMW hat in München auf einer Pressekonferenz erklärt, warum sich der Hersteller aus der Formel 1 zurückzieht. Chef Reithofer sieht keinen direkten Bezug zur Serie. Ein Strategiewechsel wird vollzogen.
Für BMW schalten die Ampeln in der Formel 1 am Saisonende auf Rot: Der Münchner Automobilhersteller BMW steigt Ende 2009 überraschend aus der Königsklasse aus. "Natürlich ist uns dieser Entschluss schwer gefallen. Aber es ist ein konsequenter Schritt vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung unseres Unternehmens", sagte Vorstandschef Dr. Norbert Reithofer auf einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz in München. Der Entschluss war erst am Dienstagabend (28. Juli 2009) im BMW-Vorstand gefallen. Grund für den Ausstieg ist ein Strategiewechsel innerhalb des Unternehmens, das künftig das Hauptaugenmerk auf neue Antriebstechnologien und Nachhaltigkeit legen will. Die Bekanntgabe fand wenige Tage vor der Ratifizierung des neuen Concorde-Agreements statt, das vom FIA-Motorsport-Weltrat bis spätestens Donnerstag abgesegnet werden soll. Mit den Unterschriften des Inhabers der kommerziellen Rechte wie auch der Teams hatte die FIA bis Ende der Woche gerechnet. Mit einer Ratifizierung hätte sich BMW bis Ende 2012 an die Formel 1 gebunden. Wären die Münchener trotzdem ausgestiegen, hätte das hohe Strafzahlungen nach sich gezogen.
Grund sind nicht nur schwache sportliche Leistungen

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2010 für mindestens eine Sasion weiter als Sauber-Team

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Damit würden BMW und Sauber dem Vorbild von Brawn GP folgen. Teamchef Ross Brawn hatte nach dem offiziellen Ausstieg von Honda nach der Saison 2008 das Team unter neuem Namen übernommen. Die Zukunft der beiden BMW-Sauber-Piloten Nick Heidfeld (Mönchengladbach) und Robert Kubica (Polen) ist ebenfalls unklar. Experten befürchten nun, dass nach der Entscheidung von BMW auch die Hersteller Toyota und Renault ihr Engagement in der Königsklasse des Motorsports beenden könnten. In den Vorständen der beiden Unternehmen steht das schon seit längerem zur Diskussion.
FIA weist Schuld von sich
In einer ersten Stellungnahme äußerte sich auch der Automobil-Weltverband FIA, der die Formel 1 sanktioniert, zu BMWs Ausstieg. "Die FIA bedauert die Bekanntgabe von BMWs Plänen, sich aus der Formel 1 zurückzuziehen, ist davon aber nicht überrascht." Weiter heißt es: "Schon seit einiger Zeit ist klar, dass der Motorsport die weltweite Wirtschaftskrise nicht ignorieren kann. Es kann nicht erwartet werden, das Autohersteller weiter große Summen Geld in die Formel 1 investieren, während ihr Überleben von Einschränkungen, Werksschließungen und der Unterstützung der Steuerzahler abhängt". Allerdings weist die FIA jede Schuld für die hohen Kosten eines Formel-1-Engagements in dem offiziellen Schreiben von sich. Den schwarzen Peter schreibt sie anderen zu: "Aus diesem Grund hatte die FIA Regeln vorbereitet, die die Kosten drastisch reduzieren sollten. Diese Maßnahmen wären erforderlich gewesen, um den Druck von den Herstellern zu nehmen, Hondas Formel-1-Rückzug zu folgen. Aber auch, um neuen Teams den Einstieg zu ermöglichen. Wären diese Regeln nicht so hart von einigen Teamchefs abgewiesen worden, wäre der Rückzug von BMW und künftig möglichen, ähnlichen Bekanntgaben vielleicht verhindert worden."
Rückblick: Die Formel-1-Historie von BMW

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