Formel 1: Böser Vettel-Crash
Vettel erklärt seinen Unfall

Sebastian Vettel zerstörte seinen Ferrari SF90 bei einem Testunfall aufgrund eines technischen Defekts. Das sagt er zum Unfall und zum möglichen WM-Titel 2019.
- Michael Zeitler
Es war der bisher schwerste Unfall des Testwinters. Sebastian Vettel zerstört seinen Ferrari SF90 am Vormittag des sechsten Testtages. Schon jetzt ist klar: Wahrscheinlich wird das mattrote Auto heute keinen Meter mehr fahren. Vor allem, weil Ferrari Ursachenforschung betreiben muss. Der Unfall war kein Fahrfehler, sondern Folge eines technischen Problems.
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"Ich lenkte ein, und vorne links schien es an der Aufhängung ein Problem zu geben. Von da an war ich Passagier bis in die Barrieren. Ich hatte keine Chance, den Crash zu verhindern. Wir versuchen mit Hochdruck, die Ursache zu finden, wir haben erste Hinweise darauf, was passiert sein könnte. Wir müssen aber das Problem zuerst komplett verstehen, bevor wir wieder auf die Bahn gehen können", erklärt der unversehrte Heppenheimer anschließend der versammelten Presse.
Beim Unfall wirkten Kräfte von mehr als 15g, daher musste er ins Streckenkrankenhaus. Aber Vettel gibt Entwarnung: "Gott sei Dank war der Einschlag nicht zu heftig. Ich bin ausgestiegen, die Streckenposten waren sofort da, ich habe den Daumen hochgehalten. Ich bin ein paar Mal auf der Stelle gesprungen, um zu sehen, ob alles okay ist, zum Glück war das so."

Gut abgedeckt wird Vettels Ferrari geborgen.
Aber wie schätzt er Ferrari im Vergleich zur Konkurrenz ein? "Ja, das Auto ist stark", gibt der 31-Jährige zu. Aber er blickt auch auf die Konkurrenz: "Ich war überrascht davon, wie viele Neuheiten hier bei Mercedes ans Auto gekommen sind. Aber jedes Team verfolgt da die eigenen Pläne. Entlang der Bahn habe ich noch nicht viel gesehen, derzeit ist für uns wichtiger, was im Wagen passiert. Aber die großen Bluffs sehe ich jetzt nicht. Wenn du richtige Ergebnisse sehen willst, dann musst du Gas geben. Wir haben gute Leute im Team, welche die Zeiten der Gegner analysieren. Wir sollten flott dabei sein, Red Bull Racing-Honda macht einen guten Eindruck, Alfa Romeo-Sauber auch. Mercedes ist da schwerer einzuschätzen, deren Zeiten waren mal gut, mal eher weniger."
Kling nach einer echten Chance auf den fünften WM-Titel, dem ersten für Ferrari? Vettel zeigt sich verhalten, aber optimistisch zugleich: "Ich sehe das als einen langen Weg, wir haben erst Februar. Wir stehen vor einer langen Saison mit großen Herausforderungen. Aber wir haben eine starke Truppe, wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die GP-Saison. Wir wollen vom ersten Rennen an auf Speed sein. Ferrari hat alle Zutaten, um Weltmeister zu werden, und 2019 wollen wir unser großes Ziel endlich erreichen."
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