Finnland ist dank Keke Rosberg, Mika Häkkinen und Kimi Räikkönen eine der erfolgreichsten Nationen der Formel 1. Doch in der Rallye-Szene brachte Finnland gleich sieben Weltmeister hervor. Es bleibt die Paradisziplin der Finnen.
Und auf diese Spuren begab sich nun am Wochenende auch Mercedes-Pilot Valtteri Bottas. Er nahm an der Arctic Lappland Rallye teil, erreichte dort einen respektablen fünften Platz. Die achte von zehn Wertungsprüfungen konnte Bottas sogar für sich entscheiden, auf Sieger Emil Lindhom fehlten am Ende nur zwei Minuten – im Rallye-Sport ein überschaubarer Rückstand.
Bottas
Bottas muss in der neuen Formel-1-Saison Ergebnisse liefern.
Allerdings: Bottas hatte auch einen Wettbewerbsvorteil. Er fuhr mit dem Ford Fiesta, der auch in der Rallye-WM zum Einsatz kommt. Die meisten seiner Gegner starteten dagegen im WRC2-Wagen aus der zweiten Liga des Rallye-Sports.
Und Bottas bekam mit Timo Rautiainen einen erfahrenen Beifahrer zur Seite gestellt. Gemeinsam mit Marcus Grönholm holte der sich 2000 und 2002 den Titel in der Rallye-WM (für Peugeot).
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Grönholms Sohn Niclas war übrigens auch am Start. Genauso wie Ex-Formel-1-Pilot Mika Salo, der Elfter wurde.
Nun konzentriert sich Bottas ganz auf die Formel 1. Da geht es 2019 um seine sportliche Zukunft. Mercedes-Sportchef Toto Wolff fordert: „Valtteri weiß genau, was er dieses Jahr leisten muss. Er muss das Pech abschütteln und auf dem Level von Lewis fahren.“
Andernfalls könnte er sein Silberpfeil-Cockpit nach drei Jahren verlieren. Mercedes-Junior Esteban Ocon scharrt bereits mit den Hufen.

Von

Michael Zeitler