Formel 1: Bottas mit Kampfansage
Kann er Hamilton schlagen?

Valtteri Bottas hat auch 2018 wieder gegen Lewis Hamilton eine Niederlage kassiert. Gelingt dem Finnen die Wende oder ist er die ewige Nummer zwei?
- Michael Zeitler
Einer bei Mercedes kann sich über den fünften WM-Titel von Lewis Hamilton nicht wirklich freuen: Valtteri Bottas. Zum zweiten Mal wurde er von Hamilton teamintern geschlagen. Bisher blieb er 2018 sogar ohne Sieg. „Ich wusste, dass er schwierig zu bezwingen sein würde. Aber es ist möglich, ihn zu schlagen – er ist auch nur ein Mensch“, sagt Bottas zu „Autosport“.
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Der 29-Jährige führt verschiedene Gründe für die Niederlage an: „Im ersten halben Jahr war das Glück nicht auf meiner Seite. In Sachen Performance lagen wir nah beieinander. Und danach, als wir gemerkt haben, dass ich nicht mehr um den Titel kämpfe, gab es Situationen wie in Russland.“ Da musste er Hamilton den Sieg überlassen, obwohl er das Rennen dominiert hat.

Bisher hatte Hamilton die Oberhand im Zweikampf gegen Bottas
Die Saison 2019 ist entscheidend. Denn nach zwei Niederlagen gegen Hamilton 2014 und 2015 konnte Nico Rosberg den Briten 2016 knacken. 2019 wird sich zeigen, ob Bottas eher ein Rosberg ist, oder aber eher wie David Coulthard, Rubens Barrichello, Giancarlo Fisichella oder Mark Webber: An manchen Tagen haben sie ihre Weltmeister-Teamkollegen besiegen können, aber über ein Jahr waren sie einfach langsamer.
Bisher kam es erst fünf Mal vor, dass ein geschlagener Stallgefährte im Jahr darauf das Duell drehen und selbst den Titel holen konnte: 1951 Juan-Manuel Fangio bei Alfa Romeo, der aber 1950 nur wegen technischer Probleme am Titelgewinn gehindert wurde; Denny Hulme, der 1967 mit Jack Brabham damit auch seinen Teamchef schlug; 1985 Alain Prost, der schon 1984 im Qualifying klar schneller war als Niki Lauda; 1989 Alain Prost, der aber ein Duell auf Augenhöhe mit Ayrton Senna führte; und schließlich eben Nico Rosberg 2016.
Hamilton selbst streut Bottas Rosen: „Ich sehe, wie hart er arbeite und er sieht, wie hart ich arbeite. In Bezug auf Respekt und Teamwork ist das die beste Partnerschaft, die es wahrscheinlich in der Formel 1 je gegeben hat!“
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