Die Formel 1 hat wieder europäischen Boden unter den Rädern: Beim Auftakt zum Spanien GP gibt am Freitag aber nicht wie noch bei den Wintertests in Barcelona Ferrari den Ton an, sondern WM-Spitzenreiter Valtteri Bottas. Der Finne erzielt im Mercedes in 1:17.951 Minuten die Bestzeit, 0,115 Sekunden vor Sebastian Vettel. Dessen Teamkollege Charles Leclerc wird mit etwas mehr als zwei Zehnteln Rückstand Dritter.
Alle Ergebnisse im Überblick: Zeiten und Zahlen aus Spanien

"Ferrari sieht in den Kurven etwas stabiler aus"

Am guten ersten Eindruck den Ferrari (an diesem Wochenende mit neuem Motor unterwegs - alle Infos hier) hinterlässt, ändert die erste Silberpfeil-Bestzeit aber nichts. "Der Mercedes ist schnell, aber der Ferrari sieht in den Kurven etwas stabiler aus", urteilt Ex-F1-Pilot und Sky-Experte Karun Chandhok, der sich die ersten Eindrücke draußen an der Strecke holt. Deutlich wird das auch bei Lewis Hamilton. Der Brite beklagt Probleme mit der Balance und beim Aufwärmen der Reifen - so reicht es für den Weltmeister nur zu Platz vier, mehr als sechs Zehntel hinter der Bestzeit von Bottas.

Lance Stroll fliegt in Kurve neun ab

Stroll
Lance Stroll versenkt den Racing Point in der Bande.
Und auch beim Finnen läuft trotz Platz eins nicht alles rund: Gegen Ende der Session muss er mit einem Ölleck an seinem Boliden in der Box bleiben. Das Gleiche Problem tritt zwei Garagen weiter auch bei Max Verstappen auf. Der Red-Bull-Pilot kommt somit nur auf 14 Runden und gerade mal den zwölften Rang, zwei Plätze hinter dem deutschen Renault-Fahrer Nico Hülkenberg. Enttäuschte Gesichter gibt es auch bei Racing Point: Mit Ablauf der Uhr fliegt Lance Stroll nach einem Fahrfehler in Kurve neun ab und zerstört sich dabei die Front seines Autos, bleibt aber unverletzt. Die Session wird deshalb mit der roten Flagge vorzeitig beendet.