Formel 1

Formel 1: Die Technik-Tricks der F1-Autos 2018

Formel 1: Brutaler Renault-Kampf

Wenn der Hersteller gegen einen Kunden verliert…

Renault könnte 2018 gleich gegen zwei seiner Kundenteams verlieren – das gab es bisher in der F1-Geschichte erst einmal. Duelle zwischen Autobauern und Motorkunden.
In der Formel 1 ist der Kunde nicht König. Sondern der erste Wettbewerber. Das Renault-Werksteam hat sich gleich zwei starke Kundenteams ins eigene Lager geholt: Red Bull ist seit zwei Jahren stärker als die Franzosen, 2018 kommt McLaren dazu. Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul weiß: „Sie sind natürlich sehr harte Wettbewerber. Das ist für uns eine extra Herausforderung und Motivation zugleich. Sie werden für unsere Performance dieses Jahr ganz klar der Gradmesser sein.“
Kein Hersteller hat öfter gegen die eigenen Kundenteams verloren als Renault: sieben Mal bereits. 1985 gleich gegen zwei Teams: Renault wurde nur Siebter in der Konstrukteurswertung, Ligier-Renault aber Sechster, Lotus-Renault sogar Vierter. Gegen Lotus verlor Renault auch 1984, dazu setzte es vier Schlappen gegen Red Bull.

Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul ist zuversichtlich

Mercedes musste vier Niederlagen verkraften. 2009 waren die Schwaben noch Partner von McLaren, Weltmeister aber wurde das Brawn-Team. Es war das erste Mal, dass Mercedes überhaupt Kundenmotoren auslieferte. Von 2010 bis 2012 baute Mercedes schließlich den eigenen Werks-Rennstall auf. In der Zeit war McLaren mit Kunden-Triebwerken besser.
Toyota unterlag 2007 dem Kundenteam Williams, Alfa Romeo musste sich 1985 dem kleinen Osella-Team beugen. Es war überhaupt ein schlechtes Alfa-Jahr: Beide Rennställe blieben am Ende ohne Punkte.
Über alle anderen Werks-Niederlagen lässt sich streiten. Lamborghini verlor 1991 gegen den Kunden Ligier. Aber die Italiener stiegen beim Lambo-Projekt nie richtig ein, bekannten sich nie zur eigenen Werks-Mannschaft und zogen nach einem Jahr schon wieder den Stecker. Honda unterstützte 2001 und 2002 das BAR-Team, das aber gegen Jordan-Honda verlor. Und BMW war 1987 Partner von Brabham, musste sich aber knapp Arrows-BMW geschlagen geben.
Cyril Abiteboul betrachtet die Chance, 2018 gegen Red Bull und McLaren verlieren zu können, positiv: „Es ist uns eine Ehre, so große Teams wie Red Bull und McLaren auszurüsten. Dass sie Renault-Motoren gewählt haben, ist eine Anerkennung der Qualität unseres Produkts und unserer Arbeit.“

Formel 1: Die Technik-Tricks der F1-Autos 2018

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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