Formel 1: Budgetgrenze

Formel 1: Budgetgrenze

Kommt die 150-Mio-Grenze?

Die Formel 1 steuert auf eine noch schwerere Krise zu, wenn man jetzt nicht spart. Aber das geht auch nicht um jeden Preis.
In Zeiten von Corona steuert auch der Motorsport auf eine Finanzkrise zu. McLaren hat bereits f√ľr zwei Monate Kurzarbeit angemeldet, die Fahrer Carlos Sainz und Lando Norris verzichten drei Monate lang auf ihr Gehalt. Ein Grund: Sollten die Einnahmen der Formel 1 dieses Jahr mehr oder weniger stark sinken, bekommen das auch die Teams zu sp√ľren. Unter ihnen wird dann entsprechend weniger Geld ausgesch√ľttet.
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AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Besonders die kleinen und privaten Mannschaften fordern deshalb eine weitere Senkung der Budgetobergrenze, die bereits ab 2021 gelten soll. Derzeit liegt sie bei 175 Millionen Dollar ‚Äď ohne Fahrergeh√§lter, Marketing, Reisekosten und Top-Angestellte. Doch das reicht den Teams wie Alfa Romeo, Williams oder Haas nicht, die jetzt schon am Existenzminimum agieren.
Sie wollen die Situation um die Corona-Krise nutzen, um die Budgetgrenze noch weiter nach unten zu schrauben und so den finanziellen Vorsprung der Top-Teams schrumpfen zu lassen. Betreffen w√ľrden entsprechende Einsparungen freilich nur die gro√üen Mannschaften, die immer noch mit Budgets um 400 Millionen Euro arbeiten. Williams und Co. kommen schon jetzt kaum √ľber 125 Millionen Euro hinaus ‚Äď oder liegen teilweise weit drunter. Die Ma√ünahme w√ľrde also lediglich die Schere zwischen gro√üen und kleinen Teams weiter schlie√üen.

Red Bull und Ferrari haben erkannt, dass die Königskasse keine Geldverbrennungsmaschine mehr sein darf.

Doch gerade die st√ľnden bei einer weiteren schnellen Reduzierung der Kosten vor einem Problem. Weil die aktuellen Autos in Entwicklung, Produktion und Unterhalt teurer sind als die Modelle nach den neuen Regeln ab 2022, die mit diversen Standardteile fahren, k√∂nnen Mannschaften wie Ferrari, Mercedes und Red Bull kaum bei den laufenden Kosten sparen.
Sie m√ľssten deshalb Mitarbeiter entlassen. Gerade in Italien, wo die Region im Norden ‚Äď auch rund um Maranello ‚Äď besonders hart vom Corona-Virus betroffen ist ‚Äď w√§re das ein schwerer Schlag auf dem Weg zur√ľck in die Normalit√§t.
Ferrari ist sich dessen nach Informationen von ABMS mehr als bewusst und versucht alles, ein solches Szenario zu verhindern.
Red Bull und Ferrari haben trotzdem erkannt, dass die K√∂nigskasse keine Geldverbrennungsmaschine mehr sein darf. Mehr denn je in Zeiten wie diesen. Nach Informationen von F1-Insider.com ist man deshalb offenbar bereit, sich bei einer neuen Grenze von 150 Millionen Euro zu einigen. Unter anderem aber unter der Voraussetzung, dass die Entwicklung gewisser Teile eingefroren wird. Die kleinen Teams fordern einen Cut bei 100 Millionen Dollar.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff wiederum geht noch einen Schritt weiter. Er schl√§gt vor, die Fahrergeh√§lter von Sponsoren bezahlt zu lassen. Mercedes-Sponsor Monster (Energydrink), so h√∂rte ABMS aus gut unterrichteten Kreisen, denkt deshalb gerade √ľber eine Vergr√∂√üerung des F1-Engagements nach und w√§re bereit, Hamiltons Mega-Honorar zu √ľbernehmen.

Autoren: Ralf Bach,

Fotos: Picture Alliance

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