Formel 1 - Vettels neuer Ferrari SF1000

Formel 1: der neue Ferrari SF1000

Vettels Ferrari im Technik-Check

Ferrari hat den SF1000 in Reggio Emilia mit viel Pomp und Pathos vorgestellt. Wir haben die Details des neuen Flitzers.
Er ist der neue Hoffnungsträger für Sebastian Vettel (32): der Ferrari SF1000. Die neue rote Göttin, mit der die Scuderia endlich die Übermacht von Mercedes brechen will, wurde am Dienstagabend im Theater von Reggio Emilia präsentiert.
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Es ist ein geschichtsträchtiger Ort: Vor 223 Jahren wurde hier die Tricolore, die italienische Nationalflagge, geboren. Und nun auch das Auto, mit dem Ferrari nach zwölf Jahren endlich wieder einen WM-Titel holt?
Fakt ist: Allein mit dem Ort der Enthüllung will Ferrari ein Zeichen setzen. Und mit der Art der Präsentation: viel Pomp und Pathos, klassische Musik, Ballett und italienische Emotionen untermauern die Ausnahmestellung der Scuderia in der Formel 1.
Der SF1000 soll dabei die Schwächen seines Vorgängers vergessen machen. Der Ferrari SF90H war zwar superschnell auf den Geraden, dafür aber unberechenbar und entsprechend schwach in den Kurven. Für Vettels Geschmack hatte er zudem zu wenig Abtrieb an der Vorderachse und ein Heck, das beim Bremsen machte, was es wollte.

Das ist Vettels neuer Ferrari

Der Deutsche hofft nun auf Besserung. Dabei ist der neue rote Renner, der nach dem 1000. GP benannt ist, den die Italiener im Sommer dieser Saison absolvieren, eher eine Evolution statt eine Revolution. 
Das gibt auch Teamchef Mattia Binotto zu: „Der SF1000 ist eine Weiterentwicklung des SF90H, aber im extremen Sinne. Wir haben das Abtriebslevel erhöht und die Form des Autos noch enger und windschlüpfriger gestaltet. Die Aufhängung ist flexibler und kann besser an die einzelnen Rennstrecken angepasst werden.“ 2019 war die Abstimmung noch eines der Probleme von Ferrari. Insbesondere die sensiblen Pirelli-Pneus fielen immer wieder aus dem Temperaturfenster. 
Binotto betont zudem: „Das Auto mag ähnlich aussehen wie sein Vorgänger, aber glauben Sie mir, unter seiner Haut befinden sich einige extreme Konzepte. Wir haben zum Beispiel an jeder einzelnen Komponente der Antriebseinheit gearbeitet.“

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Auffällig vor allem: zwei Stege hinter der Nasenspitze, die in einen kleinen Schneepflug-Flügel münden, Hörner an der dreieckigen Airbox, mehr Schlitze und Zacken am Heckflügel, komplizierter gestaltete und im vorderen Bereich weiter nach oben ragende seitliche Luftleitbleche (Barge Boards) in Boomerang-Form, aerodynamisch geformte Spiegelhalterungen sowie neu und scheinbar einfacher gestaltete Bügel vor den weit oben liegenden und extrem kleinen Kühlöffnungen. Taille und Heck des Ferrari wurden noch mal schlanker. Außerdem scheint es, als sei der Ferrari hinten noch steiler angestellt als 2019. 
Interessant aber auch: Ferrari hat zwar den alten Frontflügel ans Auto geschraubt, weicht nach Aussage von Binotto aber auch grundsätzlich nicht vom Outwash-Prinzip des Frontflügels ab, der die Luft außen um die Vorderräder herum lenkt. Dieses Prinzip galt 2019 noch als Innovation, aber auch als Schwachstelle der Roten. Allein: Der Manta-Wing (Nasen-Schneepflug) verspricht mehr Anpressdruck – aber eben auch mehr Luftwiderstand. 
Sebastian Vettel gibt sich mit neuer Kurzhaarfrisur jedenfalls optimistisch: „Mir gefällt das Auto sehr, das Heck ist enger und schmaler – wir haben also clevere Lösungen gefunden.“ 
Dass seine Liebe für das Traditionsteam abgekühlt sein könnte, weist er weist der Deutsche von sich: „Meine Leidenschaft für Ferrari ist groß. Ich hoffe, das Auto fühlt sich wie ein Fortschritt an, wenn ich es das erste Mal fahre. Ich kann es kaum erwarten.“
Alle Details zum SF1000 finden Sie in der Bildergalerie.

Formel 1 - Vettels neuer Ferrari SF1000

Fotos: Hersteller

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