"Monaco", kommentiert Sebastian Vettel nach dem Qualifying grinsend, warum es diesen Samstag so viel besser gelaufen ist als noch in der Vorwoche beim Q1-Aus in Barcelona. "Das Auto ist gleich wie letzte Woche. Da waren wir aber ein bisschen überrascht, dass es schon so früh vorbei war", sagt Vettel. "Heute hat es mit Sicherheit besser funktioniert. Einen speziellen Grund gibt es nicht, aber natürlich verstehen wir das Auto jetzt schon besser."
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Und dann kommt eben die Fahrerstrecke Monaco ins Spiel: "Ich bin gut reingekommen ins Wochenende", sagt Vettel, der schon am Freitag zweimal Neunter wurde, "habe gut meinen Rhythmus aufbauen können. Die Erfahrung hier schadet natürlich auch nicht, denn es ist schon auch ein bisschen die Strecke, die hier den Unterschied macht", erklärt der zweifache Monaco-Sieger (2011, 2017) und Pole-Setter (2011). Bereits im Vorjahr konnte Vettel als Fünfter im Rennen an der Hafenkante überzeugen.
Monaco ist ein gutes Pflaster für Vettel: Seit 2009 immer in Q3!

Auch die Zahlen belegen Vettels starke Monaco-Form eindrucksvoll: Seit 2009 war der Deutsche auf dem anspruchsvollen Kurs im Fürstentum jedes Mal in Q3! Die Laune ist entsprechend gut beim Heppenheimer: "Ich bin insgesamt sehr happy. Schon die Q2-Runde war sehr gut, die erste in Q3 auch." Nur eine weitere Verbesserung war durch die Unfälle von Sergio Perez, Carlos Sainz und Fernando Alonso am Ende nicht mehr möglich. "Die rote Flagge war... ich will nicht sagen zu erwarten, aber sehr wahrscheinlich", sagt Vettel.
Am Sonntag will der Aston-Matin-Star in jedem Fall Punkte: "Bei einem normalen, trockenen Rennen, ist es hier gut, schon in den Punkterängen zu starten. Aber ich erwarte schwer zu managende Reifen." Außerdem ist für den Grand Prix am Sonntag Regen angesagt. Vettel: "Wenn es regnet, müssen wir die richtigen Entscheidungen treffen und sicherstellen, dass wir aufpassen."
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Während Teamkollege Lance Stroll als 18. sang- und klanglos ausscheidet, beeindruckt Vettels Fahrt in die Top-10. "Das zeigt einfach, dass immer noch alles da ist, wenn er nur das Auto dazu hat", lobt Sky-Experte Ralf Schumacher. Für seinen Neffen verläuft der Samstag in Monaco allerdings weniger gut: Mick Schumacher scheidet als 15. in Q2 aus, anderthalb Zehntel hinter Haas-Stallgefährte Kevin Magnussen auf Rang 13.
"Es ist sehr unglücklich, dass die Gruppe in der ich steckte, sehr eng zusammen war", ärgert sich Schumacher Jr. nach dem Qualifying über den Verkehr: "Am Ende fehlten deshalb drei oder vier Zehntel zu Q3. Wenn ich den zweiten Sektor besser hinbekommen hätte, wäre es sehr knapp geworden, aber es gibt eben einfach so Tage, wo bisschen was fehlt."
Wieder hinter dem Teamkollegen: Mick Schumacher in Monte Carlo

"Wir haben uns erst etwas schwer getan. Nachdem ich den Großteil des ersten Trainings (mit Antriebsdefekt; d. Red.) verpasst habe, waren wir im Hintertreffen. Trotzdem haben wir ein gutes Setup gefunden, dann hat sich das Auto aber ganz anders angefühlt", beschreibt Schumacher, der zudem seinem ersten Schuss im mittleren Qualifying-Segment hinterhertrauert: "Wegen eines Verbremsers hatte ich nur eine wirkliche Runde."
Für Sonntag ist der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher dennoch guter Dinge: "Ich hatte heute trotzdem das Gefühl, dass wir in die richtige Richtung unterwegs sind und das zahlt sich insofern aus, dass es uns definitiv für's Renn-Setup hilft. Außerdem sehen die Wettervorhersagen für morgen interessant aus. Das kann uns helfen, den Schritt in die Punkte zu schaffen", hofft der 23-Jährige.

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Von

Frederik Hackbarth