Formel 1: Die Rekordpfeile von Mercedes
Doppelpunkte als Zünglein an der Waage?

Mercedes hat ein Jahr voller Rekorde abgeliefert: Doch wird im Duell der Silberpfeile der Champion ausgerechnet durch eine Regelentartung bestimmt?
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
11, 30, 651 & 15. Was klingt die neusten Lottozahlen, hat für Mercedes seit dem Großen Preis von Brasilien eine wahrhaft geschichtsträchtige Bedeutung. In der Tat sind es die neuen Glücksnummern der Stuttgarter, die spätestens mit Nico Rosbergs Sieg in Interlagos die Messlatte für zukünftige Teamerfolge in der Formel 1 noch einmal hochgeschraubt haben. Mit dem Ergebnis von Sao Paulo werden die Silberpfeile zu den Rekordpfeilen! Neben dem elften Doppelsieg haben Rosberg und Stallkollege Lewis Hamilton auch die 30. Podestplatzierung für Mercedes in diesem Jahr eingefahren. Die alte Bestmarke von 29 Podiumsbesuchen von Michael Schumacher und Rubens Barrichello mit Ferrari 2004 hat man damit überboten. Genauso wie den alten Punkterekord eines Teams in einer Saison von Red Bull. Die Truppe um Sebastian Vettel und Mark Webber kam 2011 auf 650 Zähler – Mercedes hat jetzt schon einen mehr.
Doppelsieg für Rosberg schlecht

Vor dem großen Final-Showdown von Abu Dhabi liegt Lewis Hamilton (Bild) 17 Punkte vor Nico Rosberg
Regelung erhöht Druck auf Hamilton
Denn mit 17 Punkten Rückstand in der WM ist für den Deutschen klar: Wenn Hamilton Zweiter wird, holt der Brite auch den Titel. Da helfen selbst die Doppelpunkte nichts, die in Abu Dhabi zur Steigerung der Spannung erstmals vergeben werden und Rosberg als Jäger natürlich entgegenkommen. Trotzdem ist Hamilton schon dann Weltmeister, wenn er das Rennen eine Position hinter ihm beendet. Wird Rosberg Zweiter, muss Hamilton mindestens Fünfter werden. Wird Rosberg Dritter, reicht dem Briten ein sechster Platz. Und wird der Deutsche Vierter, ist Hamilton als Achter Champion. Zum Vergleich: Bei normaler Punktevergabe müsste Rosberg mindestens Zweiter werden, um überhaupt noch eine Chance zu haben, Hamilton abzufangen.
Niemand mag die Doppelpunkte

Toto Wolff (Mitte), hier im Gespräch mit Niki Lauda & Paddy Lowe, hat angesichts Mercedes' Form gut lachen
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