Formel 1: Felipe Massa tritt zurück
Nach 250 Grand Prix ist Schluss

Eine große F1-Karriere endet bald: Felipe Massa geht am Saisonende in Rente. Das gab der Brasilianer in Monza bekannt und erinnerte dabei auch an Schumi.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Felipe Massa hat seinen Platz in den F1-Geschichtsbüchern sicher - als kürzester Weltmeister aller Zeiten: 2008 fehlte dem Brasilianer in Sao Paulo nur eine Kurve und ein Punkt zum Titel. Während Massa, als Rennsieger schon im Ziel, von seinen Landsleuten als neuer Champion gefeiert wurde, überholte Rivale Lewis Hamilton in der Zielkurve doch noch den deutschen Toyota-Piloten Timo Glock - und schnappte Massa somit den Titel in buchstäblich letzter Sekunde weg.

Massas größter und bitterster Moment: Brasilien 2008
Der Ort seines Rücktritts: Auch er ist kein zufällig Gewählter. Viele Jahre über war Massa als langjähriger Ferrari-Werksfahrer in Monza der Liebling der Tifosi. "Was soll ich sagen", begann er im völlig überfüllten Motorhome seines Noch-Arbeitgebers Williams. "Das wird meine letzte Saison sein, meine letzten acht Rennen." Von Bedauern war beim Brasilianer keine Spur: "Meine Karriere war mehr als ich jemals erwartet hätte, und ich bin so stolz auf das, was ich erreicht habe."

Teamkollegen und gute Kumpels: Massa und Schumi
Den schwersten Moment seiner Karriere hatte der Brasilianer bereits ein Jahr zuvor überstanden. In der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn 2009 wurde er von einer Stahlfeder getroffen. Das Teil schlug gegen Massas Helm, verletzte ihn oberhalb des linken Auges. "Er hatte schwere Zeiten, ist aber immer stark und sich selbst treu geblieben", zollte Ex-Stallgefährte Räikkönen seinem scheidenden Wegbegleiter Respekt.

Für Williams fährt Massa am 27.11. sein letztes Rennen
Elf Rennen konnte er gewinnen. Warum dem Brasilianer aber seit jeher die Fan-Herzen zuflogen, beschrieb Sebastian Vettel am Donnerstag am treffendsten: "Er hatte immer Talent und Speed auf der Strecke. Vor allem ist er aber schon immer ein ehrlicher, netter und lustiger Kerl gewesen."
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