Ferrari ist zurück. Gut für die Formel 1, noch besser für Italien. Denn wenn die Scuderia um Siege fährt, sind die leidenschaftlichen Tifosi glücklich. Nach zwei Jahren des Leidens löst die Renaissance der Roten in Italien kollektiven Jubel und in Zukunft wieder steigende Einschaltquoten aus.
Der erste (Doppel-)Sieg seit Singapur 2019 (Vettel vor Leclerc) war „ein Ausrufezeichen von Ferrari“, sagt Sky-Experte Timo Glock. Das Traditionsteam aus Maranello ist wieder da, wo es gemäß der eigenen Denke hingehört. Charles Leclerc dominierte den GP Bahrain mit Ausnahme eines drei Runden langen Mega-Duells mit Max Verstappen nach Belieben.
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Doch bei der Scuderia weiß man auch, was jetzt wichtig ist: den Ball flach halten. Vom WM-Titel will Teamchef Binotto angesichts des Comebacks noch nicht träumen. „Die Konkurrenz ist sehr, sehr stark“, räumt er ein. „Sie (Red Bull; d. Red.) wären ohne Probleme starker gewesen. Sie sind die Champions und damit die Favoriten. Wir geben unser Bestes, aber erst nach vier bis fünf Rennen kann ich mir ein Bild machen, wo wir wirklich stehen.“
Fest steht: Ferrari profitiert derzeit auch davon, dass man sich 2021 voll auf die Entwicklung des neuen Autos konzentrierte, während Red Bull und Mercedes mit dem WM-Kampf beschäftigt waren. Chassis, Verbrennungsmotor, Hybridsystem – in allem ist die Scuderia einen Schritt voraus. Den gilt es nun zu halten.
Charles Leclerc feiert mit Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.

Binotto warnt: „Wir haben noch mehr Potential im Auto, aber wegen der Budgetgrenze darf man keinen falschen Entwicklungsschritt machen.“
Auf Augenhöhe mit Red Bull ist Ferrari auch mit seiner Fahrerpaarung. Charles Leclerc hat in Bahrain eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er einem Max Verstappen in Bestform Paroli bieten kann. „Mit dieser Art zu fahren hat er den Sieg heute verdient“, lobt der Teamchef. Leclerc selbst betont: „Das war hartes aber faires Racing, wie ich es liebe.“ Die Fans dürfen 2022 noch mehr davon erwarten.
Nur Carlos Sainz hat beim Saisonauftakt noch kleine Schwächen gezeigt. Der Spanier kommt mit den neuen Ground-Effect-Autos noch nicht so klar wie sein Teamkollege. „Ich fahre das Auto noch nicht so, wie es sein sollte“, räumt er selbstkritisch ein. „Wenn ich das hinkriege, kann auch ich um Siege fahren.“ Solange tritt auch Sainz auf die Euphorie-Bremse, um Ferrari vor Selbstzufriedenheit zu bewahren: „Wir müssen jetzt weiter Gas geben. Die anderen schlafen nicht.“
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Für die nötige Ruhe und Konstanz im Team wird bald auch eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags mit Carlos Sainz sorgen. „Wir sind uns einig“, gibt Binotto zu. „Wir müssen das nur noch zu Papier bringen.“
Ferrari: Aus der einstigen Chaostruppe ist wieder ein Siegerteam geworden. Die Formel 1 sieht Rot.

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Von

Bianca Garloff