In der WM führt Ferrari, doch auf der Rennstrecke gibt mittlerweile Red Bull den Ton an: Nach zwei Verstappen-Siegen in Folge muss WM-Spitzenreiter Charles Leclerc (Ferrari) am kommenden Wochenende beim GP Spanien in Barcelona dringend nachlegen.
Die schlechte Nachricht für die Scuderia: Der Trend spricht gegen die Italiener. Leclerc wurde sowohl im Sprint von Imola als auch in Miami auf der Strecke von Verstappen überholt. Die gute Nachricht: Während Red Bull sein Auto seit Saisonbeginn kontinuierlich verbessert hat, schraubt Ferrari das erste große Update erst in Barcelona ans Auto.
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"Es liegt an uns, Gas zu geben", weiß Teamchef Binotto. "In Barcelona werden wir ein Upgrade haben. Es ist sehr wichtig, dass es funktioniert." Der Schuss muss sitzen, weil er sonst auch unnötig Budget verschlingt. Und das ist in Zeiten einer Budgetdeckelung nicht mehr unendlich vorhanden.
Die Runderneuerung des F1-75 soll auf einem neuen Unterboden basieren, der das Hüpfen auf den Geraden mindern dürfte. Dazu spendiert die Scuderia der roten Göttin angeblich einen Heckflügel, der mehr Abtrieb generiert. Die Seitenkästen sollen leicht adaptiert werden, wobei ihre grundsätzliche, breite Form beibehalten wird. Zuletzt werden auch neue Bremsbelüftungen erwartet.
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Das Ganze soll – so berichten italienische Medien – etwa drei bis vier Zehntelsekunden pro Runde bringen. Dazu kommt eine neue Antriebseinheit in beiden Autos, die aus Zuverlässigkeitsgründen modifiziert werden durfte.
Gleichzeitig gibt man bei den Roten auch verbal Vollgas. Während man das eigene Auto schneller macht, muss Red Bull eingebremst werden. Konkret will man die FIA darauf aufmerksam machen, dass das Team von Weltmeister Verstappen bisher an fast jedem Wochenende neue Teile an seine beiden Autos geschraubt hat.
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Ferrari-Rennleiter Binotto: "Wir haben gar nicht das Geld, um jedes Wochenende ein Upgrade zu präsentieren. Unsere Entwicklung ist darauf ausgerichtet, neue Teile zum richtigen Zeitpunkt zu bringen."
Damit Red Bull nicht weiter aus vollen Rohren schießen kann, will Ferrari der FIA Spekulationen zufolge ein Dossier präsentieren, in dem die geschätzten Entwicklungsausgaben seit Saisonbeginn aufgelistet sind.
Für Binotto jedenfalls ist klar: "So können sie nicht weitermachen. An irgendeinem Punkt werden sie die Entwicklung einstellen müssen." Der Ferrari-Capo nimmt die FIA in die Pflicht: „Ich traue der FIA vollkommen. Ich denke aber, wir brauchen noch mehr Einsatz, um die Budgetgrenze zu kontrollieren, und ich glaube auch, dass die FIA dafür das Personal aufstocken muss, denn es wird ein Schlüsselelement sein.“
Genau wie Ferraris Upgrade-Paket in Barcelona…

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Von

Bianca Garloff