Die Gegner haben Ferraris PS-Vorteil im Visier, greift jetzt auch die FIA durch? Sebastian Vettels Ferrari-Team steht im Verdacht, mit dem Benzin zu tricksen und so kurzfristig bis zu 55 PS mehr zu generieren als die Konkurrenz.
Nur Schumi erfolgreicher als Vettel: Hier klicken
Mit zwei technischen Direktiven hat die FIA zuletzt eingegriffen und klargestellt: Bei der Benzindurchflussmenge und dem Beimischen von brennbaren Flüssigkeiten aus dem Kühlsystem (z.B. Öl) ist Schummeln verboten.
Ferrari und FIA spreche von Routine-Kontrolle
Laut FIA wurden tatsächlich auch die Benzinsysteme von Haas und Red Bull untersucht.
Zuletzt kursierten außerdem Gerüchte, wonach die FIA Benzinleitungen von Ferrari beschlagnahmt habe. AUTO BILD MOTORSPORT hat bei Ferrari und der FIA nachgefragt.
Antwort einer Ferrari-Sprecherin: „Die FIA hat einen Routine-Check durchgeführt, nicht nur an unserem Auto, auch an anderen.“ Laut FIA wurden tatsächlich auch die Benzinsysteme von Haas und Red Bull untersucht.
Der Automobilweltverband betont indes, dass es sich um keine Beschlagnahme, sondern um eine Routinekontrolle handelt. Man checke Komponenten als Teil einer systematischen Inspektion, die man unter allen Teams während der gesamten Saison vornehme, heißt es von der FIA.
Damit bestätigen weder FIA noch Ferrari, dass es bei der Kontrolle darum geht, den roten Renner endgültig als legal oder illegal zu erklären. Die Konkurrenz geht indes weiter davon aus, dass die Scuderia bis Mexiko Grauzonen genutzt hat, um mehr PS aus dem ohnehin schon starken Aggregat rauszukitzeln.

Von

Ralf Bach
Bianca Garloff